Sebastien Ogier gibt am Red-Bull-Ring sein DTM-Debüt
Sebastien Ogier gibt am Red-Bull-Ring sein DTM-Debüt © LAT

DTM-Fahrer sind gespannt, wie sich Rallye-Weltmeister Sebastien Ogier bei seinem DTM-Gaststart in Spielberg schlagen wird: "Können Großes von ihm erwarten"

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Ein Rallye-Weltmeister auf Abwegen: Sebastien Ogier wird am Red-Bull-Ring (21. bis 23. September) sein DTM-Debüt geben. Als Gaststarter wird er am vorletzten Rennwochenende einen Mercedes pilotieren und gegen die erfahrenen 18 Stammfahrer antreten. "Ich freue mich sehr, dass Sebastien Ogier bei uns in der DTM Gas geben wird", sagt Philipp Eng. "Ich bin mir sicher, er wird in Spielberg für Furore sorgen!"

Der BMW-Pilot trat bereits während seiner Zeit im Porsche Supercup gegen den Franzosen an. "Ich war ja schon einmal kurz sein Teamkollege - 2014 war er Gaststarter im Porsche Supercup am Red Bull Ring und das war echt cool. Er hatte nicht sehr viel Erfahrung mit dem Auto und mir ist aufgefallen, dass er mich sehr viele Dinge gefragt hat. Für mich war das eine Ehre, wenn mich ein Mann, der so oft Rallye-Weltmeister war, immer wieder um meine Meinung bittet", erzählt der Österreicher stolz.

Auch sein Landsmann Lucas Auer ist gespannt auf den prominenten Gaststarter, der für ein Wochenende sein Teamkollege in der DTM sein wird. "Ogier ist eine lebende Legende! Wenn man sieht, wie er sich in den vergangenen Jahren in der Rallye-WM bewegt hat, kann man sehr gespannt sein, wie er sich bei uns schlägt. Aber der erste Test war ja schon beeindruckend. Ich freue mich auf einen höchst interessanten Teamkollegen", so der Mercedes-Pilot.

Rast und Eng waren früher Ogiers Teamkollegen

Rene Rast durfte ebenfalls schon gegen Ogier antreten und auch der amtierende DTM-Champion freut sich auf den Auftritt des fünfmaligen Rallye-Champions. "Ich war bereits 2014 sein Teamkollege im ADAC GT Masters", sagt der Audi-Mann. "Ich sah ihn fahren, er ist sicher sehr talentiert. Damals versuchte er noch, einen GT3 wie ein Rallyeauto zu fahren - es hat nicht wirklich funktioniert. Ich bin mir sicher, dass er mit einem DTM-Auto genauer sein muss."

Dass er sich für seinen Gastauftritt den Kurs in Spielberg ausgesucht hat, könnte eine kluge Wahl gewesen sein, meint Rast: "Es ist keine so große Herausforderung, weil es dort nicht so viele Kurven gibt. Aber ich denke trotzdem, dass wir etwas sehr Großes von ihm erwarten können."

Ogier absolvierte vor dem Rennwochenende in Brands Hatch einen zweitägigen Test in Vallelunga. "Ich habe gehört, dass der Test gut gelaufen ist. Anscheinend war er frustriert, dass er nicht schnell genug war. Aber das war er, und das ist schon ziemlich beeindruckend, wenn man bedenkt, dass er noch nie im Auto war", sagt Gary Paffett.

Der aktuelle Tabellenführer der DTM-Fahrerwertung freut sich, dass ein großer Name wie Ogier den Weg in die DTM gefunden hat: "Sebastien, ein mehrfacher Weltmeister, will in der DTM fahren, das ist unglaublich. Es ist toll für die Serie und ich bin sicher, er wird es genießen."

Paul di Resta stellt sich darauf ein, dass "wir als Team sicher sehr hart mit ihm arbeiten" werden. Schließlich ist Ogier am Red-Bull-Ring ein Teil der Stuttgarter. Der Schotte warnt jedoch, den DTM-Debütant zu unterschätzen: "Gut möglich, dass er uns dabei den einen oder anderen Schock versetzt mit seinem Speed."

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