BMW und die Fahrerplanung: Terminkollisionen der DTM und WEC bereiten Kopfzerbrechen
BMW und die Fahrerplanung: Terminkollisionen der DTM und WEC bereiten Kopfzerbrechen © BMW

Terminkollision des DTM-Auftakts in Hockenheim und der WEC in Spa stellt BMW auf die Probe: Augusto Farfus und Philipp Eng starten in DTM und verpassen WEC

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Die Entscheidung ist gefallen: Augusto Farfus und Philipp Eng werden beim DTM-Auftakt in Hockenheim (4. bis 6. Mai) für BMW starten und den Saisonstart der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC), der am gleichen Wochenende im belgischen Spa-Francorchamps stattfindet, verpassen. Dies bestätigte BMW auf Nachfrage von 'Motorsport-Total.com'.

In der Starterliste der 6 Stunden von Spa, die in dieser Woche veröffentlicht wurde, sind Farfus und Eng bei der WEC-Premiere der Münchner auf den Fahrzeugen mit den Startnummern 81 und 82 gemeldet. Die Teilnehmerliste sei derzeit noch provisorisch, finaler Nennschluss sei am 14. April, heißt es seitens BMW. Die WEC-Stammfahrer Antonio Felix da Costa, Nick Catsburg und Martin Tomczyk sind für das Rennen auf der Ardennenachterbahn gesetzt. Wer der vierte BMW-Fahrer in Spa sein wird, ist noch unklar.

Doch Farfus und DTM-Neuzugang Eng werden es nicht sein. Der Brasilianer wäre am liebsten in beiden Serien an den Start gegangen. "Ich würde gerne mit einem Helikopter von Strecke zu Strecke fliegen und beide Rennen bestreiten", sagt der Brasilianer gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Leider gibt es mich nur einmal. Ich muss eine der beiden Meisterschaften opfern."

Neben den beiden BMW-Fahrern steht ein weiterer DTM-Pilot auf der WEC-Starterliste: Loic Duval. Der Audi-Pilot ist für das LMP2-Team von TDS Racing gemeldet. Doch auch bei Duval hat die DTM Vorrang und der Franzose wird in Hockenheim antreten, bestätigt Audi auf Nachfrage von 'Motorsport-Total.com'. Die Werkseinsätze der Ingolstädter haben bei den Fahrern Priorität. Was verständlich ist, denn schließlich werden die Fahrer dafür auch bezahlt.

Ein Start Duvals bei der WEC in Spa könnte aber noch nicht ganz vom Tisch sein. Das Samstagsrennen der DTM (5. Mai) startet um 13:30 Uhr und endet - sofern es keine Verzögerungen gibt - rund eine Stunde später. Der WEC-Lauf im rund 300 Kilometer entfernten Spa-Francorchamps beginnt ebenfalls um 13:30 Uhr, dauert aber bekanntlich sechs Stunden.

Duval hätte nach dem Ende der DTM noch ausreichend Zeit, um nach Belgien zu düsen und in der Schlussphase des WEC-Rennens zu fahren. Danach könnte der Le-Mans-Sieger von 2013 entspannt die Rückreise nach Hockenheim antreten und sich am Sonntag voll und ganz auf die DTM konzentrieren. Ob die Audianer ihrem Schützling die Erlaubnis dazu erteilen und Duval die Strapazen der Doppelbelastung auf sich nimmt, ist derzeit nicht bekannt.

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