Marco Wittmann führt die Meisterschaft dank seiner großen Konstanz an
Marco Wittmann führt die Meisterschaft dank seiner großen Konstanz an © xpbimages.com
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Juri Vips reist als Spitzenreiter der Formel 4 nach Spielberg, wo ein neuer Sieger auf dem Red-Bull-Ring gesucht wird: Ist es der siebte Sieger im siebten Rennen?

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Vollgas in den Bergen: Mit dem teilnehmerstärksten Feld der bisherigen Saison geht es am kommenden Wochenende (10./11. Juni) in der Formel 4 auf dem Red-Bull-Ring in Österreich weiter. Auf dem spektakulären Hochgeschwindigkeitskurs im Herzen der Steiermark stehen die Saisonrennen sieben bis neun auf dem Programm - exakt einen Monat später werden hier die Formel-1-Stars um Sebastian Vettel, dem Schirmherrn der Formel 4, um WM-Punkte fahren. Das Rennwochenende verspricht Hochspannung: In den bisherigen sechs Saisonrennen gab es sechs unterschiedliche Sieger.

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Am Red-Bull-Ring sind 31 Piloten dabei, dies ist die größte Teilnehmerzahl in dieser Saison. Neu bei Lechner ist der Russe Artjom Petrow (17), der bislang in der Italienischen Formel 4 unterwegs gewesen war. Dazu begrüßt die Formel 4 die vier Gaststarter Kush Maini (Jenzer), Job van Uitert (Jenzer), Lorenzo Colombo (Bhaitech) und Sebastian Fernandez Wahbeh (Bhaitech). Van Uitert ist ein bekanntes Gesicht aus den ersten beiden Formel-4-Jahren, und auch Fernandez Wahbeh war 2016 schon dabei.

Als Spitzenreiter reist Juri Vips (Prema) an, der in der Gesamtwertung knapp vor Felipe Drugovich (Van Amersfoort) liegt. Dicht dahinter befindet sich das US-Racing-Trio Julian Hanses, Kim-Luis Schramm und Nicklas Nielsen in Lauerstellung.

Vips mit Führung im Gepäck

Der Este Vips und auch der Däne Nielsen haben gute Erinnerungen an den Red-Bull-Ring. Dort fuhr Vips im vergangenen Jahr als Zweiter aufs Podium und holte zudem als Vierter und Sechster noch weitere wichtige Meisterschaftspunkte. Nielsen landete ebenfalls einmal auf dem Podium und war in allen drei Rennen in den Top 10. Für Drugovich verlief das damalige Wochenende dagegen weniger erfolgreich, er holte nur vier Zähler als Achter im ersten Rennen.

Die Formel 4 fährt seit ihrer Gründung im Jahr 2015 in Spielberg, und insbesondere für die österreichischen Piloten und Teams ist das "Heimspiel" ein echtes Highlight im Kalender. An diesem Wochenende wird definitiv ein neues Kapitel in den Geschichtsbüchern der Formel 4 geschrieben werden. Die vier unterschiedlichen Sieger der bisherigen sechs Rennen auf dem Red-Bull-Ring sind in diesem Jahr nicht mehr dabei.

Chancen rechnet sich das österreichische Team Neuhauser aus. "Man freut sich natürlich immer, wenn man auf dem Red-Bull-Ring fährt", sagt der 32 Jahre alte Teamchef Hannes Neuhauser, der seinen beiden Piloten, Andreas Estner und Michael Waldherr, Tipps und Tricks für jede Kurve auf dem 4,326 Kilometer langen Kurs geben kann. "Ich bin hier ja jahrelang und tausende von Runden gefahren", sagt er lächelnd.

Lechner freut sich auf Heimspiel

Estner und Waldherr reisen mit frischem Selbstvertrauen an, beide hatten auf dem Lausitzring Punkte gesammelt. Das Feld ist in diesem Jahr so ausgeglichen, dass "mindestens 15 Fahrer Rennen gewinnen können", meint Neuhauser: "Dazu zähle ich auch unsere Jungs, wenn alles aufgeht und wir ein gutes Qualifying hinlegen. Aber generell ist es das Ziel, so viele Punkte wie möglich zu sammeln."

Auch der österreichische Konkurrent Lechner fiebert dem "ganz besonderen Heimrennen" entgegen. "Wir kehren mit den allerbesten Erinnerungen an das letzte Jahr zum Red-Bull-Ring zurück und freuen uns natürlich auf unser Heimrennen", sagt Robert Lechner, der sportliche Leiter im Team: "2016 haben wir hier gemeinsam mit Tommy Preining seinen und gleichzeitig auch unseren ersten Sieg in der Formel 4 gefeiert."

In diesem Jahr richtet sich Lechners Blick allerdings ein bisschen mehr auf die Rookie-Wertung, ein Traum wäre es, wenn seine Piloten "wieder ganz nach oben mit aufs Stockerl steigen könnten". Ein Wiedersehen mit dem Vorjahressieger Preining wird es an diesem Wochenende geben. Der 18-jährige Österreicher ist mittlerweile Porsche-Junior-Fahrer und startet im parallel ausgetragenen Porsche-Carrera-Cup.

Einzige Station außerhalb Deutschlands

Einer der aktuellen Lechner-Piloten ist Mick Wishofer, der sich auf die Rennen in seiner österreichischen Heimat freut. "Ich bin in der Nähe aufgewachsen und war schon oft da. Leider bin ich dort noch nie gefahren. Für mich persönlich ist es sicherlich der Höhepunkt der Saison", sagt der 17 Jahre alte Wiener, der als bester Rookie im zweiten Rennen von Oschersleben bereits Bekanntschaft mit dem Podium gemacht hat: "Auf dem Red-Bull-Ring war ich bislang immer Zuschauer, nun kann ich selbst endlich dort Rennen fahren. Das ist ganz speziell für mich."

Die dritte Station der Formel 4 ist zugleich die einzige in diesem Jahr außerhalb Deutschlands. Bislang hatten sich die Piloten in Oschersleben und auf dem Lausitzring spannende Duelle geliefert.

Sport1 und Sport1+ übertragen die Rennen im TV, im Online-Livestream sind alle drei Rennen unter www.sport1.de und www.adac-motorsport.de zu sehen.

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