Nach einem spektakulären Showdown am Hockenheimring sichern sich die Porsche-Piloten Robert Renauer und Mathieu Jaminet die Meisterschaft. Dem Sieger-Duo aus Südafrika fehlt nach einem dramatischen Rennverlauf ein einziger Punkt zur Meisterschaft

von Nikolas Pfeil

Robert Renauer und Mathieu Jaminet haben den spektakulären Titel-Showdown im ADAC GT Masters für sich entschieden.

Den Porsche-Piloten reichte beim Sieg des Audi-Duos Sheldon und Kelvin van der Linde beim zweiten Rennen am Hockenheimring ein fünfter Rang, um die Meisterschaft mit einem Punkt Vorsprung vor den Brüdern van der Linde perfekt zu machen.

Platz zwei ging an das Lamborghini-Duo Rolf Ineichen und Christian Engelhardt.

Start-Drama um Titelfavorit Götz

Das letzte Rennen der Saison begann dramatisch. Bereits in der ersten Kurve kam es zu einer Kollision zwischen Pole-Setter Maximilian Götz und dem Belgier Dries Vanthoor. Für Götz, der nach dem turbulenten Qualifying noch beste Chancen im Titelkampf hatte, war das Rennen beendet.

"Ich kriege einen Schlag auf die Hinterachse. Es ist natürlich unglaublich enttäuschend. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Wir waren gut drauf und hätten Meister werden können", sagte Götz zu SPORT1 sichtlich aufgewühlt und forderte Konsequenzen für Vanthoor: "Für so eine dumme Aktion gehört er gesperrt. Die Rennleitung sollte sich mal Gedanken machen, ob sie so einen überhaupt nochmal starten lässt".

Auch Mercedes-Teammanager Günter Aberer reagierte verärgert und forderte Konsequenzen. "Ich finde das unglaublich. Es ist eine Frechheit. Das, was er da gemacht hat, hat nichts mit Motorsport zu tun. Ich hoffe, dass Audi ihn rausschmeißt", sagte Aberer

Der Schuldige zeigte sich bei einsichtig: "Ich will nochmal Sorry sagen. Es war nicht meine Absicht, Maxi zu berühren. Das Bremspedal ist lang geworden. Es tut mir richtig leid, dass ich mich in die Meisterschaft eingemischt habe", entschuldigte sich Vanthoor.

Renauer und Jaminet retten einen Punkt Vorsprung

Profiteur des Crashs war Engelhardt, der sich zunächst vor dem Südafrikaner Kelvin van der Linde an die Spitze setzen konnte. Zwei Minuten vor Rennende übernahm Sheldon van der Linde die Führung von Engelhardts Teamkollegen Ineichen und sicherte sich somit zumindest den Tagessieg.

Im dramatischen Titelrennen retteten Renauer und Jaminet schließlich einen Punkt Vorsprung ins Ziel und setzten sich mit 137 Punkten gegen die Brüder van der Linde (136) durch. (DATENCENTER: Die Gesamtwertung des ADAC GT Masters)

Daniel Keilwitz und Marvin Kirchhöfer, die mit zehn Punkten Rückstand auf Jaminet/Renauer ins Rennen gingen, mussten ihre Meisterschafts-Hoffnungen bereits nach dem Qualifying begraben. Die Sieger des Rennens am Samstag verbesserten sich von Startplatz 27 noch auf die siebte Position.