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Weil sie nach der Coronakrise eine Rezession befürchten, sprechen sich mehrere Teams für einen reduzierten Rennkalender für die WEC 2021 aus

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"Sollten wir am Ende wieder bei acht Rennen stehen, dann wäre das der Beweis dafür, dass es die WEC unterschätzt, was in der Welt vor sich geht." Das ist die Meinung von Richard Dean, Mitbesitzer des LMP2-Teams United Autosports, mit Blick auf die Saison 2021 der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC).

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Vor dem Hintergrund der Coronakrise spricht sich Dean für einen reduzierten Rennkalender für die kommende WEC-Saison aus: "Ob es fünf oder sechs Rennen sein sollten oder aber einfach ein Kalender, der den Fokus auf die größeren Rennen legt, weiß ich nicht. Es ist aber schon eine logistische Herausforderung, wenn die Saison [2020] im November [in Bahrain] zu Ende gehen soll und die nächste im März in Sebring beginnen soll."

United Autosports ist nicht das einzige Team, in dem man das so sieht. So plädiert auch Jota-Boss Sam Hignett für einen "kosteneffizienteren Kalender" und schlägt vor: "Im Sinne einer Reduzierung der Reisekosten sollten wir die Fracht grundsätzlich nur noch per Schiff auf die Reise schicken. Zudem sollten wir weniger Rennen fahren."

Hignetts Bedenken in konkreten Worten ausgesprochen: "So sehr einem der Rest des Jahres 2020 schon Angst macht, so macht einem die Saison 2021 noch mehr Angst, weil die reichen Leute, die für den Rennsport bezahlen, ihr Geld konservativ einsetzen werden." Damit verweist der Jota-Boss auf sogenannte Paydriver und befürchtet, dass den Teams das Geld solcher Piloten fehlen wird.

In den GT-Klassen das gleiche Bild: "Die Anzahl der Rennen zu reduzieren wäre der logische Schritt. Ich glaube, fünf oder sechs Rennen inklusive der 24 Stunden von Le Mans würden das Ganze realistischer gestalten", meint Tom Ferrier, Chef des Aston-Martin-Kundenteams TF Sport.

Seitens der WEC-Verantwortlichen gibt es bislang noch keine konkreten Vorgaben, geschweige denn einen konkreten Rennkalender für die Saison 2021. Gerard Neveu ließ aber kürzlich durchblicken, dass auch er Bedenken hat. In diesem Zusammenhang machte der WEC-Chef klar, dass es keinen jahresübergreifenden Kalender mehr geben wird.

Als Auftakt für die WEC-Saison 2021 ist Sebring im März im Doppelpack mit der IMSA geplant. Die weitere Kalenderplanung befindet sich noch im Anfangsstadium. Die WEC-Saison 2021 wird die erste sein, in welcher die Hypercars die Topklasse bilden werden.

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