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Die kommende Saison der Langstrecken-WM wird nicht im September 2020, sondern erst im März 2021 beginnen - Neuer Kalender auch für die ELMS-Saison 2020

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Die Coronavirus-Pandemie wirkt sich nachhaltig auf die Terminplanung in der internationalen Langstreckszene aus. Sowohl für die WEC als auch für die ELMS wurden am Freitag veränderte Rennkalender präsentiert.

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Die WEC-Saison 2019/20 wird nicht mit den 24 Stunden von Le Mans zu Ende gehen, sondern mit den 8 Stunden von Bahrain.

Le Mans wurde bereits vor Wochen vom eigentlichen Termin (13./14. Juni) verschoben auf den neuen Termin 19./20. September. Nun haben auch die aus dem April verschobenen 6 Stunden von Spa sowie die eigentlich erst für die kommende Saison geplanten 8 Stunden von Bahrain einen neuen Termin erhalten.

In Spa soll gemäß des neuen Kalenders am 15. August gefahren werden. Der neue Bahrain-Termin ist der 21. November. Dieses Rennen wird das neue Finale der WEC-Saison 2019/20 darstellen anstatt bereits zur darauffolgenden Saison zu zählen.

Erste Saison der Hypercar-Ära nicht jahresübergreifend

Denn was die kommende Saison betrifft, so wird diese keinen jahresübergreifenden Kalender 2020/21 aufweisen. Stattdessen soll die erste Saison der Hypercar-Ära erst im März 2021 mit den 1.000 Meilen von Sebring beginnen. Einen genauen Termin gibt es dafür aber noch nicht.

Neben der Verschiebung der 8 Stunden von Bahrain vom nächstjährigen in den diesjährigen Kalender, wurden zwei Rennen komplett gestrichen: die 6 Stunden von Silverstone (ursprünglich für September 2020 geplant) und die 6 Stunden von Fuji (ursprünglich für November 2020 geplant).

Betroffen von der Neuplanung sind auch die Rennen in Monza (ursprünglich für Oktober 2020 geplant) und Kyalami (ursprünglich für Februar 2021 geplant). Es wird erwartet, dass mindestens eines der beiden Rennen einen neuen Termin später als März 2021 erhalten wird.

"Das Voranschreiben der globalen Gesundheitskrise hat uns keine Wahl gelassen", sagt WEC-Chef Gerard Neveu und weiß, dass es "heute unmöglich ist, ein internationales Motorsport-Event vor dem Sommer [2020] zu organisieren".

"Deshalb haben wir den Kalender entsprechend umgebaut, dabei aber die Anzahl der Saisonrennen beibehalten", so Neveu mit Verweis darauf, dass die aus dem März 2020 abgesagten 1.000 Meilen von Sebring durch die 8 Stunden von Bahrain im November 2020 ersetzt werden.

Neben den neuen Terminen wurde bei dieser Gelegenheit noch eine Anpassung der Startzeit für die 24 Stunden von Le Mans beschlossen. Weil es im September früher dunkel wird als im Juni, wird das Rennen am 19. September 2020 nicht erst um 16:00 Uhr gestartet, sondern schon um 14:30 Uhr. Demzufolge erfolgt auch der Zieleinlauf am 20. September 2020 bereits um 14:30 Uhr.

Die verbleibenden Rennen im neuen WEC-Kalender 2019/20:

15. August: 6 Stunden von Spa (Belgien) 19./20. September: 24 Stunden von Le Mans (Frankreich) 21. November: 8 Stunden von Bahrain

Nicht nur die Langstrecken-Weltmeisterschaft, sondern auch die European Le Mans Series (ELMS) bestreitet die Saison 2020 anhand eines veränderten Rennkalenders. Saisonauftakt soll demnach am 19. Juli in Form der 4 Stunden von Le Castellet sein. Weiter geht es mit 4-Stunden-Rennen in Spa, Barcelona und Monza, bevor das Saisonfinale, die 4 Stunden von Portimao, am 1. November eine Woche später als ursprünglich geplant stattfinden werden.

Silverstone wurde ebenso aus dem ELMS-Kalender gestrichen wie es für den WEC-Kalender gilt.

Die verbleibenden Rennen im neuen ELMS-Kalender 2020:

19. Juli: 4 Stunden von Le Castellet (Frankreich) 9. August: 4 Stunden von Spa (Belgien) 29. August: 4 Stunden von Barcelona (Spanien) 11. Oktober: 4 Stunden von Monza (Italien) 1. November: 4 Stunden von Portimao (Portugal)

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