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Keine Partnerschaft mit Peugeot, aber auch kein Anlauf auf eigene Faust: Warum Rebellion Racing der WEC den Rücken kehrt

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Rebellion Racing hört zwar nun doch nicht generell mit dem Motorsport auf, kehrt aber der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) den Rücken. Nachdem das Projekt mit Peugeot nicht zustande kommt, wollen die Schweizer aber auch nicht mehr auf eigene Faust attackieren.

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"Wir sind vielleicht das erfolgreichste Privatteam im Langstreckensport, aber kein Hersteller. Das einzige, was wir herstellen, sind Uhren", sagt Rebellion-Chef Calim Bouhadra selbstironisch im Gespräch mit 'Sportscar365'.

"In der LMDh- oder Hypercar-Klasse mit einem großen Budget, aber ohne einen Return on Investment anzutreten, ist sehr hart. Es so zu machen, wäre komplett wahnsinnig."

"Ich habe großen Respekt davor, was das Team im Langstreckensport bewerkstelligt hat. Wir wissen, wer wir sind: ein kleiner Fisch, der Spaß hat, und an dem die Leute Spaß haben, weil wir das mit Leidenschaft betreiben. Aber Leidenschaft hat ihren Preis. Die Kosten sind für Rebellion zu hoch, um auch nur darüber nachzudenken, ein solches Projekt in Angriff zu nehmen."

Immerhin können die Fans den Rebellion R13 noch ein Rennen länger erleben - die Verlängerung des WEC-Kalenders infolge der COVID-19-Pandemie macht es möglich. Doch noch steht nicht endgültig fest, ob Rebellion an der Verlängerung teilnimmt - eigentlich sollte nach Le Mans Schluss sein. Aber das war vor der Coronakrise.

"Wir werden alles geben, um an allen drei noch ausstehenden Rennen noch teilzunehmen", verspricht Bouhadra. "Was das letzte Rennen [Bahrain] betrifft, ist es ehrlich gesagt eine Frage des Budgets. Wir haben bereits viel ausgegeben, um nach Sebring zu kommen."

"Als die Entscheidung gefallen ist, Sebring abzusagen, waren Hotels und Flüge für unser Team schon gebucht. Da hatten wir einige Kosten." Die Kulanzregelungen traten erst mit etwas Verzögerung in Kraft.

Letztlich wird es davon abhängen, wie teuer Spa und Le Mans mit zwei Fahrzeugen werden. Sollten beide Fahrzeuge unbeschadet über die Distanz kommen, wäre es sicher möglich, das Fulltime-Fahrzeug nach Bahrain zu schicken.

© Motorsport-Total.com