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Fernando Alonso kontert Vorwürfe, wonach er "eigensüchtig" und kein Teamplayer sei: In der WEC sei er derjenige gewesen, "der die Fehler gemacht hat"

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Fernando Alonso ist bekannt dafür, ein Rennteam auf seine Seite ziehen zu können. Diese Eigenschaft wurde ihm kürzlich von seinem ehemaligen Formel-1-Teamkollegen bei McLaren, Stoffel Vandoorne, vorgeworfen.

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"Es gab immer zwei oder drei Leute im Team, die dafür gesorgt haben, dass alles so lief wie Fernando es wollte", hatte Vandoorne vor wenigen Tagen gesagt. Doch Alonso will von derartigen Vorwürfen nichts wissen und kontert mit Beispielen sowohl aus der WEC als auch der Formel 1.

Als er sich noch im Verlauf seiner Formel-1-Zeit bei McLaren dem Toyota-Werksteam in der Langstrecken-WM (WEC) anschloss, um gemeinsam mit Sebastien Buemi und Kazuki Nakajima das Fahrertrio des #8 Toyota zu bilden, sei er es gewesen, der die Fehler gemacht hat.

Beispiel 1: Teamarbeit in der WEC

"Es war kein Problem für mich, Informationen mit diesen Jungs auszutauschen, denn natürlich hatten sie jede Menge Erfahrung, die ich nicht hatte", so Alonso und weiter: "Ich habe von ihnen vom ersten Testtag an viel gelernt. Sie kannten das Auto, die Strecke und die Herangehensweise an Langstreckenrennen. Ich war derjenige, der die Fehler gemacht und war derjenige, der die Fragen gestellt hat."

Die Zusammenarbeit Alonso/Buemi/Nakajima war im Verlauf von eineinhalb Jahren von großem Erfolg gekrönt. Neben zwei Gesamtsiegen bei den 24 Stunden von Le Mans (2018 und 2019) hat das Trio in der jahresübergreifenden WEC-Saison 2018/19 auch den WM-Titel eingefahren.

Beispiel 2: Teamarbeit in der Formel 1

Doch Alonso kontert die Vorwürfe, wonach er "eigensinnig" sei, nicht nur mit dem Beispiel WEC. Auch die Formel 1 führt der Spanier exemplarisch an, um das Gegenteil zu unterstreichen. "Ich glaube, der Ruf, den man hat, ist eine Sache. Die Fakten sind eine andere", so Alonso, um auf das diesjährige Teamduell bei seinem ehemaligen Arbeitgeber Ferrari anzuspielen.

"Wenn man sieht, wie sich Teamkollegen gegenseitig ins Auto fahren oder andere Dinge und die dann mit den Aufnahmen aus meiner Zeit vergleicht, stellt man fest, dass ich in Monza und Spa Windschatten gegeben habe. Ich weiß, wie das läuft. Wenn man also vom Ruf spricht, sollte man erst die Fakten checken."

Damit spricht Alonso zum einen auf die teaminterne Ferrari-Kollision zwischen Sebastian Vettel und Charles Leclerc beim Grand Prix von Brasilien an. Zum anderen verweist er auf das Qualifying zum Grand Prix von Italien, als sich Vettel und Leclerc beim Thema gegenseitiger Windschatten-Unterstützung uneins waren.

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