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Die Audi-Macht wird im Qualifying zu den 24 Stunden von Spa 2018 vom Walkenhorst-BMW geschlagen - Mehrere Hochkaräter verpassen die Superpole

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Vier Audi R8 LMS machten Jagd, doch am Ende setzte sich BMW im Qualifying zur 70. Ausgabe der 24 Stunden von Spa-Francorchamps durch: Tom Blomqvist, Christian Korgnes und Philipp Eng fuhren im viergeteilten Qualifying die Bestzeit mit einem Rundendurchschnitt von 2:19.155 Minuten heraus. Das bedeutet allerdings nicht die Pole-Position, denn diese wird erst in der Superpole am Freitagabend entschieden.

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Im Qualifying ging es erstmals bei den 24 Stunden von Spa über vier Abschnitte zu jeweils 15 Minuten. So wird verhindert, dass manche Pro-Am-Fahrzeuge den Pro-Autos Plätze in der Superpole wegschnappen. Die Pro-Fahrzeuge, die allesamt nur mit drei Fahrern besetzt waren, griffen erst ab Q2 ins Geschehen ein. Da über 60 Autos nur 15 Minuten Zeit auf einer Strecke mit 140 Sekunden Rundenzeit zur Verfügung stand, kam es zu teilweise chaotischen Szenen, als es darum ging, sich unter die besten 20 zu fahren.

Nachdem Tom Blomqvist mit der zweitschnellsten Zeit in Q2 und Christian Krognes mit der Bestzeit in Q3 vorgelegt hatten, reichte Philipp Eng in Q3 die achtbeste Zeit aus, um die Bestzeit für den Walkenhorst-M6 mit einem Vorsprung von 0,314 Sekunden herauszufahren. Keine andere Paarung war dermaßen konstant unterwegs wie die des BMWs #34.

Die schnellste Zeit des Tages legte Dries Vanthoor im WRT-Audi #1 (Riberas/Mies/D. Vanthoor) hin, als er im Q2 2:18.763 Minuten vorlegte. Der Audi #1 kam auf Rang vier, nachdem Alex Riberas in Q3 ungünstig auf eine Rote Flagge stieß und anschließend nur eine einzige Runde hatte, um überhaupt eine Zeit zu fahren. Es gelang ihm mit Platz 20 in Q3, das Fahrzeug in der Spitzengruppe zu halten. Vor der #1 sortierten sich noch die Vorjahressieger von Sainteloc und das Schwesterfahrzeug #2 ein.

Die Bestzeit in Q4 ging an Maro Engel in 2:19.062 Minuten, der damit den Black-Falcon-Mercedes #4 (Engel/Buurman/Stolz) in die Top 10 des Gesamtklassements brachte.

Qualifiziert für die Superpole

1. Walkenhorst-BMW #34 (Eng/Blomqvist/Krognes) 2. Sainteloc-Audi #25 (Winkelhock/Haase/Vervisch) 3. WRT-Audi #2 (Frijns/Müller/Rast) 4. WRT-Audi #1 (Riberas/Mies/D. Vanthoor) 5. Land-Audi #29 (K. van der Linde/S. van der Linde/Schmidt) 6. M-Sport-Bentley #8 (Soucek/Soulet/Abril) 7. Black-Falcon-Mercedes #4 (Engel/Buurman/Stolz) 8. Bernhard-Porsche #117 (Bernhard/Bamber/L. Vanthoor) 9. SMP-Ferrari #72 (Aljoschin/Molina/Rigon) 10. Grasser-Lamborghini #63 (Bortolotti/Engelhart/Caldarelli) 11. R-Motorsport-Aston-Martin #62 (Baumann/Kirchhöfer/Martin) 12. Akka-ASP-Mercedes #88 (Marciello/Vautier/Juncadella) 13. Manthey-Porsche #911 (Dumas/Makowiecki/Werner) 14. HTP-Mercedes #84 (Paffett/Mortara/van der Zande) 15. Emil-Frey-Lexus #14 (Klien/Costa/Seefried) 16. Attempto-Audi #66 (P. Schothorst/S. Schothorst/Green) 17. WRT-Audi #17 (Leonard/Fässler/Serra) 18. Garage-59-McLaren #58 (Ledogar/Barnicoat/Watson) 19. Grasser-Lamborghini #82 (Ineichen/Keen/Perera) 20. Rowe-BMW #99 (Klingmann/Catsburg/Sims)

Die größten Überraschungen sind natürlich wieder die Fahrzeuge aus der Favoritenliste, die es nicht unter die Top 20 geschafft und damit die Superpole verpasst haben. Dazu gehören insbesondere der RJN-Nissan #23 (Ordonez/Bumcombe/Parry), der Emil-Frey-Lexus #114 (Ortelli/Siedler/Palttala), der Rowe-BMW #98 (Wittmann/Krohn/Collard) und der Strakka-Mercedes #43 (Buhk/Götz/Parente). Sie waren im Durchschnitt einfach zu langsam.

Ganz bitter kam es für Aston Martin und Bentley, die beide ein sehr starkes Auto verloren: Der R-Motorsport-Vantage #76 (Vaxiviere/Dennis/Thiim) lag nach den ersten schnellen Runden in Q3 auf Gesamtrang vier, doch dann rollte Jake Dennis im Abschnitt Raidillon aus. Er hatte zuvor im dichten Verkehr eine Kollision mit einem anderen Fahrzeug und zog eine Ölspur hinter sich her, was die Rote Flagge in Q3 verursachte. Und der M-Sport-Bentley #7 (Kane/Pepper/Gounon) kam in Q4 aufgrund eines technischen Problems nicht mehr zum Fahren. Das Fahrzeug lag nach Q3 auf Rang sieben.

Routinier Patrese löst Rote Flagge aus

In der Q1-Sitzung fuhren nur Fahrzeuge mit Amateuren, da sämtliche Pro-Cup-Autos mit nur drei Piloten besetzt sind. Es war ausgerechnet Ex-Formel-1-Pilot Riccardo Patrese, der aufgrund seines Alters von 64 Jahren mittlerweile als Amateurfahrer gilt, der für eine Rote Flagge sorgte. Er drehte sich mit seinem Honda #30 (Baguette/Guerrieri/Patrese/Depailler) nach der Paul-Frere-Kurve und bekam den Honda NSX nicht sofort wieder in Gang.

Die Bestzeit im ersten Qualifying-Segment sicherte sich Nicolas Jamin im Akka-ASP-Mercedes #89 (Debard/Giauque/Barthez/Jamin) in 2:21.118 Minuten. Die Pre-Qualifying-Sitzung direkt vor dem Qualifying ging an den WRT-Audi #1 mit einer Zeit von 2:19.758 Minuten durch Alex Riberas, gefolgt vom Sainteloc-Audi #25. Die beiden Audi R8 LMS waren die einzigen beiden Fahrzeuge, die unter 2:20 Minuten blieben. 20 Fahrzeuge blieben innerhalb einer Sekunde.

Das Nachttraining schließt sich direkt ans Qualifying an. Die Superpole beginnt am Freitagabend um 18:30 Uhr.

© Motorsport-Total.com