Jurgen Spieß träumt von seiner vierten Olympia-Teilnahme
Jurgen Spieß träumt von seiner vierten Olympia-Teilnahme © AFP/SID/DANIEL MIHAILESCU
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Gewichtheber Jürgen Spieß hat die Qualifikationsregeln für die Olympischen Spiele in Tokio in seiner Sportart deutlich kritisiert.

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Gewichtheber Jürgen Spieß hat die Qualifikationsregeln für die Olympischen Spiele in Tokio (23. Juli bis 8. August) in seiner Sportart deutlich kritisiert. "Da gibt es im Moment ganz dicke Fragezeichen", sagte Spieß der FAZ: "Wir haben wieder einmal eine neue Situation, weil es Länder gibt, die wegen der Coronapandemie nicht an Wettkämpfen teilnehmen können. Darum hat unser Weltverband beim IOC Änderungen eingereicht, über die wir aber nicht Bescheid wissen."

Spieß kämpft bei der EM in Moskau um seine vierte Olympia-Teilnahme. Aufgrund der aktuellen Regelung sei aber "für Leute wie mich, die hoffen, noch auf den Zug aufspringen zu können, alles in der Schwebe", sagte Spieß. Für den Europameister von 2009 im Stoßen und Zweikampf gehe es diesmal nicht um eine Platzierung, "sondern ich muss einfach so viel heben wie möglich und schauen, dass ich möglichst viele Leute, die mir gefährlich werden können, übertreffe und dann warten, ob meine Leistung am Ende mit dem System konform ist. Das ist aus sportlicher Sicht eine ganz doofe Situation."

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Am Freitagabend (19.00 Uhr/Eurosport) tritt Spieß bei der EM in der Klasse bis 96 Kilogramm an. Um sich für die Spiele zu qualifizieren, müsse er im Zweikampf "schon so Richtung 360 Kilo" heben. Der Traum des 37-Jährigen ist es, seine aktive Karriere "mit einer vierten Olympiateilnahme zu beenden. Dafür opfere ich mich auf."