BVTDS spricht sich für Zentrum für "Safe Sport" aus
BVTDS spricht sich für Zentrum für "Safe Sport" aus © AFP/SID
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Der Berufsverband der Trainer/innen im Deutschen Sport hat sich für die Einrichtung eines "unabhängigen Zentrums für Safe Sport" ausgesprochen.

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Der Berufsverband der Trainer/innen im Deutschen Sport (BVTDS) hat sich für die Einrichtung eines "unabhängigen Zentrums für Safe Sport" ausgesprochen. Eine solche Anlaufstelle für Missbrauchsopfer im Sport wurde im Februar von der Interessenvertretung Athleten Deutschland e.V. angeregt und erhielt bereits viel Zustimmung aus Politik, Sport und Wissenschaft.

In den vergangenen Monaten waren mehrere Missbrauchsvorwürfe im deutschen Sport publik geworden. "Jede Art des Missbrauchs von Schutzbefohlenen ist inakzeptabel, verlangt Aufklärung und Konsequenzen für die Ausübenden sowie jede mögliche Unterstützung der Betroffenen", heißt es in einem Statement des BVTDS. Jedwede Vorverurteilungen lehne der Verband aber ab und fordert "eine objektive Aufklärung und Berichterstattung."

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Der BVTDS begrüße daher die Initiative der Athleten Deutschland, die ihre Idee auch im Sportausschuss des Deutschen Bundestages vorstellen dürfen. "Betroffene, zu denen auch zu Unrecht beschuldigte Trainer*innen gehören können, sollen hier eine vom Sport unabhängige Anlaufstelle finden, der sie vertrauen können, die neutral ist und Hinweisen unvoreingenommen nachgeht", so der BVTDS und verwies zudem auf die "überwiegende Mehrzahl" der Trainer*innen, deren Verhalten "einwandfrei" sei.

Das Konzept der Athleten Deutschland sieht im Wesentlichen vier Kompetenz- und Handlungsfelder vor: Zum einen eine Unterstützung bei der Risikoanalyse der Verbände, um "blinde Flecken" aufzuspüren. Zudem eine Art Monitoringsystem, um die tatsächliche Umsetzung von Präventionsmaßnahmen zu prüfen. Weiter eine unabhängige Anlauf- und Fallbearbeitungsstelle für die Intervention bei akuten Fällen. Und eine unabhängige Begleitung bei der Aufarbeitung vergangener Fälle.