Teresa Enke sieht einen gefährlichen Leistungsdruck im Nachwuchssport
Teresa Enke sieht einen gefährlichen Leistungsdruck im Nachwuchssport © AFP/SID/PATRIK STOLLARZ
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Teresa Enke glaubt, dass wegen der Corona-Pandemie zukünftig von einer "verlorenen Generation" gesprochen wird. Die aktuelle Situation sei "eine Tragödie".

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Teresa Enke sorgt sich in den schweren Zeiten der Corona-Pandemie besonders um die Psyche der jungen Sportler.

Die 43-Jährige hatte 2010, im Jahr nach dem Freitod ihre Ehemannes Robert Enke, die gleichnamige Stiftung im Kampf gegen die Krankheit Depression gegründet. Gerade der Nachwuchs, sagt sie, habe im anhaltenden Lockdown darunter zu leiden.

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"Sie wollen nach oben kommen, haben aber Angst, ihren Leistungsstand zu verlieren", sagte Enke dem SID, "der Druck ist enorm. Und durch diesen Druck werden sie dann depressiv." Sie wisse um die Bedeutung des Sports für den ambitionierten Nachwuchs. "Ich habe mit Robert zusammengelebt. Ich weiß, wie wichtig der Sport ist. Viele Talente wollen das auch beruflich machen, und auf einmal entgleitet einem das. Das ist eine Tragödie", sagte Enke.

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Die Gefahr für den Nachwuchssport sei daher extrem, nicht wieder schließbare Lücken könnten entstehen. "Ich glaube, dass wir irgendwann von einer verlorenen Generation sprechen. Ich finde das sehr dramatisch", sagte Enke.

Unterstützung erhält sie dabei von Alfons Hörmann. "Es ist beängstigend, was da im Kinder- und Nachwuchsbereich offenkundig wird", erklärte der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), "viele hoffnungsvolle Nachwuchsathleten werden uns verloren gehen, ganze Jahrgänge deutlich geschwächt in die Zukunft gehen."