Dopingopfer erhielten 15 Millionen Euro aus Hilfsfonds
Dopingopfer erhielten 15 Millionen Euro aus Hilfsfonds © AFP/SID/FRANCK FIFE
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Betroffene des DDR-Staatsdopingsystems haben nach dem zweiten Dopingopfer-Hilfegesetz (DOHG) insgesamt mehr als 15 Millionen Euro erhalten.

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Betroffene des DDR-Staatsdopingsystems haben nach Informationen von sportschau.de nach dem zweiten Dopingopfer-Hilfegesetz (DOHG) insgesamt mehr als 15 Millionen Euro erhalten. Von 1749 Anträgen auf Einmalzahlung von 10.500 Euro beschied das Bundesverwaltungsamt (BVA) 1449 positiv. Damit erhielten Opfer aus dem ursprünglich mit 10,5 Millionen Euro ausgestatteten Hilfsfonds nach Abschluss des Prozesses insgesamt 15,215 Millionen Euro. Diese Zahlen bestätigte das BVA der ARD-Dopingredaktion.

Opfer des DDR-Zwangsdopingsystems konnten bis Ende 2019 Anträge auf die Hilfszahlung stellen. Wegen der großen Zahl der Anträge war der Hilfsfonds zwischenzeitlich von 10,5 auf 13,65 Millionen Euro aufgestockt worden. Die verbliebene Differenz zu den nun mehr als 15 Millionen Euro wurde aus Rückflüssen im Haushaltsjahr 2020 beglichen.

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Das Bundesverwaltungsamt teilte zudem mit, dass im Rahmen des zweiten DOHG nur zwei von 67 Anträgen von Geschädigten in zweiter Generation positiv beschieden worden seien. Unter anderem wegen der Frage, ob körperliche und geistige Schädigungen von Dopingopfern vererbt werden können, war es zuletzt unter Gründungsmitgliedern des Dopingopfer-Hilfevereins (DOH), auf dessen Initiative das zweite DOHG maßgeblich zurückzuführen ist, zu heftigen Streitereien gekommen. Der DOH-Vorsitzende Michael Lehner und der Heidelberger Doping-Experte Werner Franke tragen ihre Auseinandersetzung mittlerweile vor Gericht aus.