Auch die Fünfkampf-WM könnte Belarus entzogen werden
Auch die Fünfkampf-WM könnte Belarus entzogen werden © AFP/SID/KIRILL KUDRYAVTSEV
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Der Weltverband der Modernen Fünfkämpfer (UIPM) will in den kommenden Tagen über die geplante Ausrichtung der WM im Juni in Belarus entscheiden.

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Der Weltverband der Modernen Fünfkämpfer (UIPM) will in den kommenden Tagen über die geplante Ausrichtung der WM im Juni in Belarus entscheiden. "Der Druck aus der Politik ist da, keine Frage. Aber wir lassen uns davon nicht treiben, sondern wollen nach Abwägung aller Argumente eine richtige Entscheidung treffen", sagte UIPM-Präsident Klaus Schormann dem SID. Dafür sollen alle nationalen Verbände ihre Meinungen vorbringen.

Am vergangenen Montag hatte der Eishockey-Weltverband IIHF Belarus und damit dem umstrittenen Machthaber Alexander Lukaschenko die Gastgeberrolle der WM 2021 entzogen. Begründet wurde die Entscheidung mit den "wachsenden Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit den zunehmenden politischen Unruhen sowie COVID-19" im osteuropäischen Land.

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In diesem Zusammenhang forderte die Sportausschuss-Vorsitzende Dagmar Freitag, dass auch die Austragung der Fünfkampf-WM in Minsk (7. bis 13. Juni) in Frage gestellt wird. "Es wird niemand ernsthaft behaupten wollen, dass sich bis dahin die Zustände im Lande des Diktators Lukaschenko grundlegend verbessert haben werden", sagte Freitag dem SID.

Die politischen Interessen an der Fünfkampf-WM dürften jedoch deutlich geringer sein als im Eishockeysport. Schormann betonte, man habe bezüglich der Titelkämpfe nie mit politischen Institutionen oder Personen wie Lukaschenko Kontakt gehabt. "Mit dem belarussischen Verband selbst haben wir nur die besten Erfahrungen gemacht", ergänzte der 74-Jährige.