Pauline Schäfer kritisierte die Trainingsmethoden
Pauline Schäfer kritisierte die Trainingsmethoden © AFP/GETTY IMAGES /SID/Minas Panagiotakis
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Parallel zur Veröffentlichung eines unabhängigen Gutachtens zum Turnskandal um Gabi Frehse räumt der Deutsche Turner-Bund Fehler ein.

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Zeitgleich mit Veröffentlichung eines unabhängigen Gutachtens zum Turnskandal um die Chemnitzer Trainerin Gabi Frehse hat der Deutsche Turner-Bund (DTB) Versäumnisse eingeräumt und die betroffenen Athletinnen um Vergebung gebeten. "Ich möchte mich ausdrücklich für das entstandene Leid entschuldigen", sagte DTB-Präsident Alfons Hölzl am Freitag.

Aus der Untersuchung der Frankfurter Anwaltskanzlei Rettenmaier geht hervor, dass ein bereits 2018 durchgeführtes verbandsinternes Prüfverfahren der Situation in Chemnitz offensichtlich unzureichend gewesen ist.

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"Aufgrund des Inhalts und auch des Umfangs der Überprüfung war sie nicht geeignet, ein valides Bild von den Trainingsbedingungen zu erhalten", heißt es in dem Bericht.

Der Spiegel hatte im November die zweifelhaften Trainingsmethoden und Umgangsformen Frehses publik gemacht. Besonders die ehemalige Schwebebalken-Weltmeisterin Pauline Schäfer hatte ihre ehemalige Betreuerin beschuldigt, sie beleidigt, beschimpft und körperlich überfordert zu haben.

"Im Ergebnis der Untersuchung müssen wir davon ausgehen, dass wir es mit psychischer Gewalt zu tun haben", sagte Hölzl, der sich vom Urteil der vier beauftragten Juristen in Zusammenarbeit mit einer Diplom-Psychologin betroffen zeigte: "Wir müssen jetzt sämtliche Strukturen auf den Prüfstand stellen."

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Frehse sowie auch ihr niederländischer Kollege Gerrit Beltman sind mittlerweile nicht mehr in Chemnitz tätig. Auch Sophie Scheder, Olympiadritte am Stufenbarren 2016 in Rio de Janeiro, wird mittlerweile von zwei anderen Coaches betreut.

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