Lehner kritisiert CAS nach Russland-Urteil
Lehner kritisiert CAS nach Russland-Urteil © AFP/SID/FABRICE COFFRINI
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Sportrechts-Experte Michael Lehner hat den Internationalen Sportgerichtshof CAS für dessen Urteil gegen Russland im Doping-Skandal scharf kritisiert.

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Sportrechts-Experte Michael Lehner hat den Internationalen Sportgerichtshof CAS für dessen Urteil im Doping-Skandal gegen Russland scharf kritisiert. "Es hat sich gezeigt, dass der CAS kein unabhängiges Gericht ist, sondern als Verbandsgericht des IOC handelt", sagte Lehner dem SID.

Besonders die Halbierung der Strafe gegen das Riesenreich von vier auf zwei Jahre kann Lehner nicht verstehen. "Ein Sportler, der dopt, vielleicht auch unwissentlich, wird für vier Jahre gesperrt. Ein ganzes Land, das viel umfangreicher betrogen hat, kommt mit zwei Jahren davon. Das kann ich nicht verstehen", meinte Lehner.

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Der CAS hatte am Donnerstag beschlossen, dass Russland für zwei Jahre vom Weltsport ausgeschlossen wird und damit als Nation nicht an den Olympischen und Paralympischen Spielen in Tokio 2021 (Sommer) und Peking 2022 (Winter) teilnehmen darf. Der Gerichtshof halbierte die zuvor von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) angeordnete Sperre von vier auf zwei Jahre.