Boris Herrmann liegt bei der Vendee Globe gut im Rennen
Boris Herrmann liegt bei der Vendee Globe gut im Rennen © AFP/SID/JEAN-FRANCOIS MONIER
Lesedauer: 2 Minuten

Boris Herrmann hat als fünfter Segler der diesjährigen Vendee Globe das Kap der Guten Hoffnung passiert.

Anzeige

Boris Herrmann hat als fünfter Segler der diesjährigen Vendee Globe das Kap der Guten Hoffnung passiert. 23 Tage und 15 Stunden nach dem Start an der französischen Atlantikküste erreichte der 39 Jahre alte Hamburger am Mittwochmorgen um 4:35 Uhr deutscher Zeit die wichtige Zwischenmarke.

"Wie üblich sehen wir das Kap der Guten Hoffnung nicht, passieren es weit südlich", sagte Herrmann, "es ist ein mentaler Meilenstein auf der Route der drei Kaps. Mit ihm ist etwa ein Drittel der Route geschafft."

Anzeige

In Führung bei der Regatta einmal um die Welt liegt der Franzose Charlie Dalin. Unterdessen soll die Jury des Rennens in den kommenden Tagen ermitteln, welche Zeitbonifikation die Skipper erhalten, die an der Rettungsaktion für den in Seenot geratenen Teilnehmer Kevin Escoffier (Frankreich) beteiligt waren. Dabei werden auch die Nachteile durch das Verlassen der angepeilten Route berücksichtigt.

Dies betrifft vor allem dessen Landsmann Jean Le Cam, der Escoffier rettete und an Bord nahm. Aber auch Herrmann änderte seinen Kurs und suchte einen Sektor ab. "Ich hatte dabei große Angst um Kevin", sagte er nach dem glücklichen Ende: "Diese Belastung habe ich aber erst hinterher gespürt. Es braucht sicher noch etwas Zeit, das zu verarbeiten."

Die Rennleitung muss derweil auch noch einen Weg finden, Escoffier von Bord der "Yes We Cam" zu bringen, damit Le Cam sein Rennen fortsetzen kann. Die französische Fregatte Nivose könnte den verunglückten, aber unverletzten Segler bei den Kerguelen im südlichen Indischen Ozean auflesen.

Für die beherzte wie spektakuläre Rettungsaktion erhielten die beteiligten Abenteurer große Anerkennung - sogar der französische Präsident Emmanuel Macron meldete sich per Videoanruf bei Le Cam und Escoffier.