Fan-Rückkehr auf Bewährung: BBL und HBL atmen auf
Fan-Rückkehr auf Bewährung: BBL und HBL atmen auf © Imago
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Die Zuschauer kehren nach sechs Monaten im "Probebetrieb" zurück. Die Bundesländer vereinbaren eine sechswöchige Testphase, die Hallen-Sportarten atmen auf.

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Für eine sechswöchige Testphase dürfen bundesweit bei Veranstaltungen mit mehr als 1000 Zuschauern nun 20 Prozent der Plätze einheitlich besetzt werden. Das beschlossen die Vertreter der Bundesländer in einer Videokonferenz am Dienstag.

Das gilt auch für die Hallen-Sportarten, die angesichts ihrer Abhängigkeit von Zuschauereinnahmen weit mehr zu leiden hatten als der Fußball.

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Die Hallen-Sportarten wie Handball, Basketball und Eishockey atmen angesichts überlebensnotwendiger Lockerungen auf.

HBL und BBL begrüßen Entscheidung

"Ich begrüße das. Eine bundeseinheitliche Lösung ist eine wichtige Botschaft und ein Vertrauensvorschuss. Das ist ein erster positiver Schritt zur Rückkehr der Fans. Ich freue mich, dass diese Entscheidung so rasch gefallen ist und nicht wie zunächst angekündigt erst Ende Oktober", sagte Geschäftsführer Stefan Holz von der Basketball-Bundesliga, die am 6. November wieder spielen wird, dem SID.

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"Wir rechnen mit einer Auslastung von 25 bis 35 Prozent der Hallenkapazität als Bundesvorgabe", hatte Frank Bohmann, Geschäftsführer der Handball-Bundesliga (Saisonstart am 1. Oktober), vor der Entscheidung erklärt: "Ich hoffe, dass die Richtlinie für uns der Anfang von der Rückkehr ins Geschäft ist."

Lokale Corona-Ausbrüche können hier wie dort selbstverständlich alle Einigungen aushebeln, wenn die Gesundheitsämter einschreiten.

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"Sportveranstaltungen leben von der Unterstützung der Fans, von der Atmosphäre mit Publikum - das gilt sowohl für Bundesligaspiele, als auch für den Amateur- und Breitensport", sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und fügte an: "Mit sicheren Infektionsschutzkonzepten und Grenzen bei der Kapazität können die Vereine ihre Sportstätten jetzt endlich wieder mit Leben füllen. Dabei gilt: Hygienekonzepte, Schutzmaßnahmen und ein umsichtiges Vorgehen haben Priorität."

Pandemiegeschehen wird berücksichtigt

Das aktuelle Pandemiegeschehen wird dabei berücksichtigt. So werden keine Zuschauer zu Veranstaltungen zugelassen, wenn die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner am Austragungsort größer oder gleich 35 und das Infektionsgeschehen nicht klar eingrenzbar ist.

Das Abstandsgebot von 1,5 Metern muss eingehalten werden, in den Stadien herrscht Alkoholverbot, Gästefans sind nicht erlaubt, die Tickets sind personalisiert. Zudem ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung bis zum Einnehmen des Sitz- oder Stehplatzes Pflicht.

Eine Vollauslastung scheint ohnehin in weiter Ferne zu liegen. Ein erster Schritt jedoch ist gemacht. Immerhin.