Ronnie O'Sullivan ist wenig begeistert davon, dass die Snooker-WM vor Zuschauern stattfindet
Ronnie O'Sullivan ist wenig begeistert davon, dass die Snooker-WM vor Zuschauern stattfindet © Getty Images
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Bei der Snooker-WM dürfen Zuschauer das Event vor Ort verfolgen. Ronnie O'Sullivan fühlt sich wie eine Laborratte. Ein Kollege fürchtet um seine Gesundheit.

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Am Freitag beginnt die Snooker-Weltmeisterschaft im Crucible Theatre von Sheffield - mit etwa 300 Zuschauern pro Sessions. 

Einige Spieler sind davon alles andere als begeistert, unter anderem der fünfmalige Weltmeister Ronnie O'Sullivan, der am Sonntag auf den Thailänder Thepchaiya Un-Nooh trifft.

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"Vielleicht müssen sie irgendwann einen Test mit Zuschauern machen und ich hörte Leute sagen, dass sie das Snooker-Event ein bisschen wie Laborratten behandeln – du musst irgendwo anfangen, also fange mit Snooker-Spielern an", sagte O'Sullivan.

Für Qualifikant Anthony Hamilton, der unter schwerstem Asthma leidet und bereits im Vorfeld sagte, dass er um seine Gesundheit fürchte, ist es "lächerlich" und "zu früh" für Fans. "Ich kann seine Ängste absolut nachvollziehen", sagte O'Sullivan.

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Snooker-WM als Test für andere Sport-Events?

Tatsächlich kann die WM im Crucible Theatre von Sheffield als Versuch für eine breitere Zulassung von Zuschauern zu Sportveranstaltungen angesehen werden.

Im hart von der Corona-Pandemie betroffenen Großbritannien sind außer der Snooker-WM bislang kaum Events vor Zuschauern ausgetragen worden, unter anderem soll bei einem Pferderennen am 1. August Publikum zugelassen werden.

Und im Falle einer wegen der Zuschauer ausgelösten Ansteckung "muss die Versicherung für einen Anthony Hamilton weniger zahlen als für einen Lewis Hamilton", fügte O'Sullivan zynisch an.

In Sheffield müssen sich die Zuschauer zwar an strikte Regeln halten und beispielsweise einen Mund-Nasen-Schutz auf dem Weg zu ihren Plätzen tragen. Dort angekommen kann dieser aber abgenommen werden.

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mit Sport-Informations-Dienst (SID)