Jan Frodeno ist mit den Praktiken von Clemens Tönnies nicht einverstanden
Jan Frodeno ist mit den Praktiken von Clemens Tönnies nicht einverstanden © Getty Images
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Jan Frodeno geht mit Clemens Tönnies und dessen Schlachtbetrieb hart ins Gericht. Außerdem schimpft der Triathlet über die Herstellung von billigem Fleisch.

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Triathlet Jan Frodeno hat Fleischfabrikant Clemens Tönnies und die Politik wegen der Massentierhaltung in Deutschland scharf kritisiert.

"Die Politik setzt immer nur das um, was populär ist. Das sieht man auch am Fall Tönnies. Dass dieser Mann zuletzt auch noch Geld von der Politik gefordert hat, um seine absolut widerliche Maschinerie am Leben zu erhalten, finde ich unmöglich", sagte der dreimalige Ironman-Weltmeister im Interview mit FOCUS Online.

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Der Ex-Aufsichtsratschef des Fußball-Bundesligisten Schalke 04 Tönnies war zuletzt mit seinem Schlachtbetrieb nach einem Coronaausbruch unter den Mitarbeitern in die Schlagzeilen geraten.

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Das Unternehmen musste daraufhin die Produktion einstellen. Tönnies forderte vom Land NRW anschließend eine Lohnkostenerstattung für die Zeit der Quarantäne. Mitschuld an dem Ausbruch waren offenbar schlechte Arbeitsbedingungen.

Frodeno fordert: Mit dem Wohl der Tiere beschäftigen

Frodeno ist der Meinung, jeder solle sich "mit dem Wohl der Tiere beschäftigen. In Deutschland schaut ja auch jeder Autofahrer, was er für ein Motoröl in sein Auto kippt. Das ganze Industriefleisch, was viele Leute essen, ist mit Hormonen vollgepumpt und wurde unter extremen Stress für die Tiere produziert."

Außerdem sei die Botschaft, dass "man Fleisch zum Leben braucht, reines Marketing", sagte der 38-Jährige.

Vor allem Billigfleisch "welches uns im Supermarkt hinterher geschmissen wird, erfüllt nicht die Kriterien von gutem Fleisch", so der Olympiasieger von 2008.

Er selbst lebt seit vier Jahren als Vegetarier. "Nachdem ich aufgehört habe Fleisch zu essen, habe ich sofort die positiven Unterschiede feststellen können."