Magnus Carlsen gewann sein eigenes Online-Turnier
Magnus Carlsen gewann sein eigenes Online-Turnier © Getty Images
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Schach trifft die Corona-Krise weniger hart als andere Sportarten. Magnus Carlsen veranstaltet sogar ein Turnier. Ein Spieler erklärt, was es mit dem Boom auf sich hat.

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Die gesamte Sportwelt leidet enorm unter der Corona-Pandemie.

Doch manche Sportart profitiert aktuell sogar von den Problemen der anderen, wie zum Beispiel Schach.

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Denn als eine der wenigen Sportarten kann Schach problemlos ins Internet verlegt werden und zieht im Gegensatz zu beispielsweise Darts auch keinen Teil der Faszination aus der Zuschauerkulisse.

Schach-Boom überlastet Server teilweise

Für den britischen Spitzenspieler Malcolm Pein ist deshalb momentan definitiv ein Schach-Boom festzustellen.

"Alle Onlineanbieter haben mehr Spieler auf ihren Servern als je zuvor. Man merkt es sogar, wenn man selbst spielt. Bei schnellen Blitzschachpartien gibt es manchmal eine Verzögerung, wenn man einen Zug spielt, weil die Server überlastet sind. Vor allem wenn die USA aufwachen, also am frühen Nachmittag bei uns in Europa", sagte er der Welt.

Für Pein, Organisator des London Chess Classic, war Schach "lange unter dem Radar der breiten Öffentlichkeit", obwohl es weltweit viel mehr Schach- als Fußballspieler gibt: "Es ist mit der älteste Sport der Welt, aber kein anderer lässt sich so perfekt ins Internetzeitalter übertragen."

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Carlsen gewinnt eigenes Online-Turnier

Weltmeister Magnus Carlsen hat die Chance für den Schachsport erkannt und jüngst sein eigenes Online-Turnier veranstaltet. Der Streaming-Dienst DAZN nahm das Turnier sogar kurzfristig in sein Programm auf.

Acht Großmeister waren dabei am Start, am Ende setzte sich der Norweger gegen den in Japan geborenen US-Amerikaner Hikaru Nakamura durch.

Als Sieger bekam der 29-jährige Carlsen 70.000 US-Dollar, insgesamt war das Turnier mit einer Viertelmillion US-Dollar notiert.

Das Spiel der Könige nutzt die weltweite Pandemie zum Sprung in den Mainstream.