München - Auch in diesem Jahr kührt die Deutsche Sporthilfe wieder den Juniorsportler des Jahres. SPORT1 stellt die Kandidaten vor. Den Anfang macht Rodler Max Langenhan.

von SPORT1

Die Deutsche Sporthilfe sucht gemeinsam mit ihrem Nationalen Förderer Deutsche Post den Juniorsportler des Jahres 2018.

Dabei hatte eine Fachjury aus Sport, Politik und Gesellschaft aus zahlreichen Einsendungen der Fachverbände die fünf Nominierten vorausgewählt. Juniorsportler des Jahres wird der- oder diejenige mit den meisten Stimmen im Rahmen der Online-Wahl.

Vom 13.-27. September stehen unter www.juniorsportler-des-jahres.de fünf Juniorenweltmeister aus dem olympischen Sport öffentlich zur Wahl. Der Gewinner wird auf der gleichnamigen Newcomer-Party "Juniorsportler des Jahres" am 6. Oktober im Areal Böhler in Düsseldorf verkündet.

Seit der ersten Auszeichnung im Jahr 1978 sind viele Juniorsportler zu internationalen Größen in ihrer Disziplin geworden. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Persönlichkeiten wie Michael Groß (1981), Franziska van Almsick (1992), Timo Boll (1997), Maria Höfl-Riesch (2004), Magdalena Neuner (2007/2008) und Laura Dahlmeier (2013).

SPORT1 stellt die Kandidaten zur Wahl des Juniorsportlers des Jahres 2018 vor. Den Anfang macht dabei Rodler Max Langenhan. Der 19-Jährige aus Friedrichroda in Thüringen wird seit 2015 von der Deutschen Sporthilfe gefördert und ist aktuell im Top-Team Future und in der Nachwuchselite-Förderung.

Der sportliche Erfolg

Max Langenhan dominierte in diesem Jahr den Juniorenweltcup wie kein anderer und galt daher bei den Juniorenweltmeisterschaften in Altenberg im Einsitzer als Favorit. Dass er seinen ersten WM-Titel so souverän gewann und keine Nerven zeigte, untermauerte seine Ausnahmestellung bei den Junioren.

In jedem der vier Läufe war der Thüringer der Schnellste und gewann am Ende überlegen mit 0,585 Sekunden Vorsprung. Im Team folgte für den Doppeleuropameister von 2017 dann die zweite Goldmedaille.

Der Athlet

Max hat als kleiner Junge mit dem Turnen angefangen und wurde sogar fünffacher Thüringer Meister.

Seit 2007 ist er Rennrodler, doch er sticht auch in anderen Sportarten stets positiv heraus, egal ob auf dem Fußballplatz, Volleyballfeld oder einer Slackline. Trotz seiner Erfolge ist er sehr zurückhaltend und bescheiden. Der Abiturient zeichnet sich durch seine klare Strukturiertheit sowie physische und psychische Leistungsfähigkeit aus.

Aufgrund einer Wirbelsäulenverletzung im Vorjahr, die fast schon zu einer chronischen Entzündung wurde, war über die Saison eine permanente physiotherapeutische Betreuung erforderlich und das gesamte Training konnte nur sehr allgemein gehalten werden. Dennoch hat Max alle Rennen, ob Einzel oder Team, gewonnen.

Die sportliche Perspektive

Max ist aufgrund der überragenden Saison im Herbst zur Weltcupqualifikation der Senioren eingeladen. Obwohl er noch ein weiteres Jahr bei den Junioren startberechtigt ist, ist davon auszugehen, dass er sich für den Seniorenweltcup qualifiziert.

Bis 2020 kann er zur internationalen Spitze aufschließen und diese ab dann mitbestimmen. Somit ist er ein Medaillenkandidat für die internationalen Meisterschaften in den nächsten Jahren, wie auch für die Olympischen Winterspiele 2022.