Das Distanzreiten wurde am Mittwoch abgebrochen
Das Distanzreiten wurde am Mittwoch abgebrochen © Getty Images

Die harten Bedingungen beim WM-Distanzreiten haben einem Pferd das Leben gekostet. Insgesamt mussten über 53 Pferde in einer Tierklinik behandelt werden.

von Sportinformationsdienst

Der am Mittwoch abgebrochene Distanzritt bei den Weltreiterspielen in Tryon/North Carolina hat ein Pferd das Leben gekostet.

Wie Veterinärdirektor Göran Akerström vom Weltverband FEI am Freitag mitteilte, musste das Tier aufgrund von Nierenproblemen eingeschläfert werden. Informationen, um welches Pferd es sich handelt, gab die FEI zunächst nicht bekannt. 

Am Mittwoch war der Distanzritt aufgrund der großen Hitze und der hohen Luftfeuchtigkeit abgebrochen worden. Schon am Morgen musste das Rennen neu begonnen werden, da einige Reiter beim ursprünglichen Start falsch auf die erste Runde geleitet worden waren. 

Nun gab die FEI erschreckende Zahlen bekannt, die verdeutlichen, wie groß die Belastung für die Pferde gewesen sein muss. Von den 95 Tieren, die den Neustart in Angriff nahmen, mussten 53 nach dem Abbruch in einer Tierklinik behandelt werden. 52 dieser Pferde litten an Kreislaufproblemen, 32 mussten Infusionen bekommen. Zwei Pferde hatten Nierenprobleme, eines wurde eingeschläfert. 

Wie FEI-Präsident Ingmar De Vos mitteilte, werden für den abgebrochenen Wettbewerb keine Medaillen vergeben. Die Probleme beim ersten Start untersucht eine Expertenkommission, die Equestrian Community Integrity Unit (ECIU).

Der deutsche Distanzreiter Bernhard Dornsiepen hatte schon am Mittwoch nach dem chaotisch verlaufenen Wettbewerb deutliche Worte gefunden. "Das ist ein Schlag in die Fresse für den gesamten Sport", sagte der 50-Jährige. Zudem hatte er kritisiert, dass die Reiter im Vorfeld weder die Strecke besichtigen durften noch Streckenkarten bekommen hatten.