Die deutsche Fechterin Anna Limbach ist zusammen mit ihren Teamkollegen bei der WM 2018 in Wuxi/China gescheitert
Die deutsche Fechterin Anna Limbach ist zusammen mit ihren Teamkollegen bei der WM 2018 in Wuxi/China gescheitert © Getty Images

Die deutschen Fechter sind bei der WM in Wuxi/China historisch gescheitert. Erstmals seit Grenoble 1974 gewinnt das Team keine Medaille.

Die deutschen Fechter haben bei den Weltmeisterschaften in Wuxi/China erstmals seit Grenoble 1974 bei einer WM mit allen Waffengattungen keine Einzelmedaille gewonnen. Am Dienstag scheiterte als letzte deutsche Hoffnung auch Florettfechter Alexander Kahl. Der Tauberbischofsheimer verlor im Achtelfinale mit 7:15 gegen den Südkoreaner Heo Jun.

Zuvor waren die Säbelfechterinnen Anna Limbach (Dormagen) und Julika Funke (Künzelsau) vorzeitig ausgeschieden. Die Weltranglistenzwölfte Limbach unterlag der Russin Swetlana Schewelewa in der zweiten K.o.-Runde 8:15, Funke der Italienerin Martina Criscio in Runde eins mit 13:15.

Fechter: Nur fünf Deutsche im Achtelfinale

Von den vier Florett-Herren scheiterten sogar gleich drei in der ersten Runde. Der viermalige Weltmeister Peter Joppich (Bonn) schied gegen den Weltranglistenzweiten Alessio Foconi (Italien) 11:15 aus. 2008-Olympiasieger Benjamin Kleibrink war beim 7:15 gegen Giorgio Avola aus Italien chancenlos. Andre Sanita (Bonn) verlor gegen den Franzosen Erwann Le Pechoux 9:15.

Die deutsche Bilanz in den sechs Einzelkonkurrenzen in Wuxi ist ernüchternd. Von den 24 Teilnehmern des Deutschen Fechter-Bundes (DFeB) zogen lediglich fünf ins Achtelfinale ein, danach war Schluss. Fünf blieben bereits in der Qualifikation auf der Strecke, für elf war die erste K.o.-Runde der letzten 64 Endstation, drei schieden in Runde zwei aus.