Harting befürchtet negative Auswirkungen der Pandemie
Harting befürchtet negative Auswirkungen der Pandemie © AFP/SID/ANDREJ ISAKOVIC
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Diskus-Olympiasieger Robert Harting macht sich in Zeiten der Corona-Pandemie große Sorgen um die Leichtathletik.

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Diskus-Olympiasieger Robert Harting macht sich in Zeiten der Corona-Pandemie große Sorgen um die Leichtathletik. "Es wird Opfer geben. Die Top-Athleten werden durch die Fördermasken des Staates, wie Bundespolizei und Bundeswehr, überleben, aber auch finanzielle Einbußen von 30 bis 70 Prozent haben", sagte Harting in der Bild am Sonntag.

"Im Nachwuchs sind die Auswirkungen gravierender. Eine ganze Generation wird ausgedünnt, denn fünf bis zehn Prozent werden entnervt einfach mit dem Sport aufhören. Dazu wird es sicher 30 bis 35 Prozent weniger Anmeldungen in den Vereinen geben", so der 36-Jährige. "Entweder muss die Leichtathletik das Stadion-Erlebnis so verändern und gestalten, dass es interessanter wird. Oder sie muss über das Fernsehen mehr Fans gewinnen."

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Die deutschen Hallen-Meisterschaften in Dortmund finden an diesem Wochenende ohne Zuschauer statt, doch Livebilder im TV gibt es nicht zu sehen. Dabei treten am Sonntag (ab 11.30 Uhr) unter anderem Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo, Hindernis-Europameisterin Gesa Felicitas Krause und Hochsprung-Europameister Mateusz Przybylko an.

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Harting selbst hat im Lockdown viele Ereignisse im Fernsehen verfolgt. "Wenn gute Bilder produziert werden und die Sportarten das Erlebnis definieren, ist das gut", so Harting, der nicht nur bei der Leichtathletik eine Menge Nachholbedarf erkennt.

Das traditionelle Denken in "höher, schneller, weiter", das sei Schwachsinn, das funktioniere nicht mehr: "Die Aufgabe muss sein, nach mehr Gemeinsamkeiten und Schnittpunkten mit den Fans, den Konsumenten zu suchen. Warum nicht auch im Fernsehen aus 27 Kamera-Perspektiven auswählen können wie bei der Formel 1 oder einen Multisplitscreen einführen, wo man vier Bilder gleichzeitig sehen kann?"