Schubenkow weist Vorwürfe als Verleumdung zurück
Schubenkow weist Vorwürfe als Verleumdung zurück © FIRO/FIRO/SID
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Russlands ehemaliger Hürden-Weltmeister Schubenkow hat einen Bericht dementiert, wonach er positiv auf eine verbotene Substanz getestet worden sei.

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Russlands ehemaliger Hürden-Weltmeister Sergej Schubenkow hat einen Medienbericht dementiert, wonach er positiv auf eine verbotene Substanz getestet worden sei. In seiner gesamten Karriere habe er "nie verbotene Substanzen" verwendet, schrieb der 30-Jährige bei Instagram: "Ich habe nie jemanden getäuscht." 

Schubenkow, der 2015 in Peking Weltmeister geworden war und 2017 sowie 2019 Silber gewann, hat während der seit 2015 anhaltenden Suspendierung Russlands durch den Leichtathletik-Weltverband World Athletics stets die Startfreigabe als neutraler Athlet für internationale Wettkämpfe erhalten. 

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Match TV hatte am Mittwoch berichtet, in einer Probe Schubenkows sei das Mittel Furosemid, das als Verschleierungsmittel für Doping gilt, gefunden worden. Sollte sich dies bewahrheiten, droht dem Ex-Europameister eine zweijährige Sperre. Schubenkow wies die Berichte als "krasse Verleumdung aus ungenannten Quellen" zurück, bestätigte aber den Erhalt eines Schreibens der unabhängigen Integritätskommission AIU des Weltverbandes. Der Inhalt sei jedoch "vertraulich". Schubenkows Name stand bis Donnerstag nicht auf der AIU-Liste der sanktionierten Athleten. 

In der Leichtathletik ist der russische Verband RUSAF wegen eines massiven Dopingskandals seit Ende 2015 gesperrt. Derzeit können russische Leichtathleten auch keinen Status als neutrale Athleten beantragen, weil Russland zuletzt Reform-Zusagen nicht oder erst verzögert umgesetzt hat. Zudem wurde eine Geldstrafe in Höhe von fünf Millionen Euro erst verspätet gezahlt. 

Das WA-Council will bei seinem nächsten Meeting im März - bei Empfehlung der zuständigen Taskforce auch früher - darüber beraten, ob russische Sportler wieder als neutrale Athleten an internationalen Wettkämpfen teilnehmen könnten. Bei den Sommerspielen in Tokio könnten so bis zu zehn Russen antreten.