Johannes Vetter trumpfte in Berlin auf
Johannes Vetter trumpfte in Berlin auf © Imago
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Berlin - Johannes Vetter zeigt erneut eine brillante Vorstellung beim ISTAF in Berlin. Auch weitere Deutsche können überzeugen.

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Speerwurf-Star Johannes Vetter hat seine traumhafte Woche mit einer weiteren Weltklasse-Leistung abgeschlossen (Hier geht's zum SPORT1-Interview).

Beim ISTAF in Berlin gewann der 27-Jährige am Sonntag völlig ungefährdet mit 87,26 m. Vor einer Woche war dem Offenburger im polnischen Chorzow mit 97,76 m die zweitbeste Weite der Geschichte gelungen. Nur zwei Tage später warf er in Dessau 86,17 m.

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In der Hauptstadt verwies Vetter bei seinem vierten ISTAF-Erfolg den Rumänen Andrian Mardare (82,61 m) und Marcin Krukowski aus Polen (82,31 m) auf die Plätze. Den Weltrekord des Tschechen Jan Zelezny vom 25. Mai 1996 (98,48 m) verpasste der Weltmeister von 2017 vor 3500 Zuschauern im Olympiastadion jedoch. Auch Zeleznys Meeting-Rekord in Berlin von 91,30 m besteht weiterhin.

Für Vetter war der Auftritt in Berlin der Schlusspunkt einer einzigartigen Corona-Saison. Im Gegensatz zu vielen anderen Leichtathleten nahm er jedoch rege an Wettkämpfen teil und begeisterte mit mehreren Würfen über 90 Meter. Nach einer Auszeit von vier bis sechs Wochen widmet sich Vetter nun der Vorbereitung auf die kommende Saison, die ihren Höhepunkt in den Olympischen Sommerspiele in Tokio (23. Juli bis 8. August 2021) finden soll.

Mihambo verpasst Sieg

Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo hat dagegen eine weitere Gala-Vorstellung verpasst. Die 26-Jährige von der LG Kurpfalz kam am Sonntag vor 3500 Zuschauern im Olympiastadion mit 6,77 m auf Rang zwei. Den Sieg sicherte sich die WM-Zweite Maryna Bech-Romantschuk aus der Ukraine (6,87 m).

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Am vergangenen Dienstag hatte Mihambo in Dessau mit 7,03 m für eine neue Weltjahresbestleistung gesorgt. Es war der erste Freiluft-Sprung einer Athletin über sieben Meter in dieser Saison. In Berlin war Mihambo in diesem Jahr bereits im Februar in der Halle beim ISTAF Indoor mit 7,07 m siegreich gewesen.

Danach war 2020 für Mihambo jedoch ganz anders als erwartet verlaufen. Eigentlich wollte sie beim neunmaligen Olympiasieger Carl Lewis in der USA trainieren und dann selbst Gold bei den Sommerspielen in Tokio anpeilen. Nach der coronabedingten Verschiebung der Spiele auf 2021 verkürzte Mihambo ihren Anlauf von 20 auf 16 Schritte und bestimmte zuletzt dennoch die Konkurrenz.

Holzdeppe & Co. enttäuschen

Die deutschen Stabhochspringer haben beim ISTAF keinen guten Tag erwischt. Während Bo Kanda Lita Baehre bei übersprungenen 5,57 m am Sonntag zurückzog und Fünfter wurde, schied der frühere Weltmeister Raphael Holzdeppe mit nur 5,42 m als Zehnter aus. Oleg Zernikel belegte mit ebenfalls 5,57 m Rang sieben.

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Den Sieg holte sich Weltrekordhalter und Europameister Armand Duplantis (Schweden) mit 5,91 m vor dem polnischen WM-Dritten Piotr Lisek (5,82 m) und Olympiasieger Thiago Braz aus Brasilien (5,82 m).

Weltmeister Sam Kendricks (USA) kam ebenfalls auf 5,57 m und Platz sechs.

Heß mit starker Leistung

Der frühere Dreisprung-Europameister Max Heß hat sich derweil eindrucksvoll zurückgemeldet. Am Sonntag sprang der Chemnitzer im Olympiastadion vor 3500 Zuschauern mit der Saisonbestleistung von 17,17 m auf Rang zwei. Der 24-Jährige musste sich nur dem Weltmeister und Olympiasieger Christian Taylor (USA) geschlagen geben, der mit der Weltjahresbestleistung von 17,57 m gewann.

Heß war jüngst nach langer Verletzungspause erst wieder auf die große Bühne zurückgekehrt. Wegen Rückenbeschwerden hatte er nach den deutschen Meisterschaften 2019 unter anderem die Team-EM sowie die WM in Doha verpasst. 2016 hatte Heß im Alter von gerade einmal 20 Jahren bereits EM-Gold in Amsterdam geholt.