Der russische Sportminister Oleg Matytsin übernimmt mit seiner Behörde die satte Strafzahlung der russischen Leichtathleten
Der russische Sportminister Oleg Matytsin übernimmt mit seiner Behörde die satte Strafzahlung der russischen Leichtathleten © Getty Images
Lesedauer: 2 Minuten

Das russische Sportministerium übernimmt eine millionenschwere Geldstrafe, um seine Leichtathleten vor dem möglichen Ausschluss von Olympia in Tokio zu bewahren.

Anzeige

Russlands Skandal-Leichtathleten entgehen dank eines Eingreifen des Staats wohl dem Ausschluss aus dem Weltverband.

Das Sportministerium des Landes gab am Mittwoch bekannt, die eigentlich schon zum 1. Juli fällige Geldstrafe im Zuge des massiven Doping- und Betrugsskandals zu übernehmen.

Anzeige

Sebastian Coe, Präsident von World Athletics, hatte die Frist für die Zahlung der umgerechnet 5,37 Millionen Euro zuletzt bis zum 15. August verlängert.

Wäre das Geld nicht rechtzeitig überwiesen worden, wäre eine Teilnahme russischer Leichtathleten im nächsten Jahr an den Olympischen Spielen in Tokio äußerst fraglich gewesen.

Meistgelesene Artikel
  • Fussball / Premier League
    1
    Fussball / Premier League
    Corona! Thiago in Quarantäne
  • Fussball / Bundesliga
    2
    Fussball / Bundesliga
    S04-Trainer: Noch zwei im Rennen
  • Fussball / Transfermarkt
    3
    Fussball / Transfermarkt
    England-Rakete Kandidat bei Bayern
  • Fussball / Bundesliga
    4
    Fussball / Bundesliga
    Bicakcic erleidet Kreuzbandriss
  • Fussball / Supercup
    5
    Fussball / Supercup
    Zwei BVB-Stars fehlen gegen Bayern

Der Verband RUSAF hatte zuletzt immer wieder betont, nicht über "ausreichende Mittel" zu verfügen.

Nun sprang das Ministerium zur Seite. "Es wurde eine beispiellose Entscheidung getroffen, dem russischen Leichtathletikverband einen Zuschuss für die Entwicklung des Sports zu gewähren. Dazu zählt auch die Begleichung der Schulden bei World Athletics", hieß es in einer Erklärung.

Russische Stars können aufatmen

Stars wie Hochsprung-Weltmeisterin Marija Lassizkene, Hürdensprinter Sergej Schubenkow oder Stabhochsprung-Weltmeisterin Anschelika Sidorowa können somit aufatmen.

Rune Andersen, Chef der Taskforce im Fall Russland, hatte zuletzt aber auch erklärt, dass russische Athleten weiterhin den Status eines neutralen Athleten beantragen könnten, sollte die Geldstrafe pünktlich bezahlt und weitere Wiedereinstellungsanforderungen eingehalten werden.

"Die Verteidigung der Interessen russischer Athleten" und die "Wiederherstellung des Rechts russischer Athleten auf Teilnahme an internationalen Wettkämpfen" gehörten zu den "Prioritäten" des Sportministeriums, betonte das Ministerium in seiner Mitteilung. Es gelt