Salwa Eid Naser wird vorläufig gesperrt - und das offenbar aus gutem Grund
Salwa Eid Naser wird vorläufig gesperrt - und das offenbar aus gutem Grund © Getty Images
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Salwa Eid Naser sorgte mit ihrer dreisten Doping-Erklärung für Aufsehen - nun rückt die unabhängige Integritätskommission AIU ein paar Dinge gerade.

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Vier Verstöße gegen die Anti-Doping-Richtlinien haben zur vorläufigen Suspendierung der 400-m-Weltmeisterin Salwa Eid Naser geführt.

Das teilte die unabhängige Integritätskommission AIU des Leichtathletik-Weltverbandes World Athletics am Sonntag mit und reagierte damit auf die Verteidigungsrede der Athletin aus Bahrain. 

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Die 22-Jährige hatte die Vorwürfe am Samstag zurückgewiesen und behauptet, "lediglich drei Dopingtests verpasst" zu haben, das sei "doch normal und kann jedem passieren. Ich bin niemals eine Betrügerin gewesen und werde es auch niemals sein", sagte die gebürtige Nigerianerin in einem Video, das sie in den Sozialen Medien veröffentlichte. 

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Laut AIU datieren drei Meldepflichtverstöße aus dem Jahr 2019 im Vorfeld der WM in Doha, bei der Naser in beeindruckender Manier Gold geholt hatte. Für die Titelkämpfe sei sie noch nicht suspendiert worden, da die Untersuchungen zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen waren. Im Januar 2020 habe es einen weiteren Verstoß gegeben. 

Das Verfahren läuft noch

"Dieses Jahr bin ich noch gar nicht getestet worden", behauptete Naser. Laut ihrem Management hingegen habe sie zwei Tests im Vorjahr verpasst und hatte zudem im Frühjahr 2020 bei einem Urlaub in ihrem Geburtsland Nigeria wegen eines verpassten Fluges nicht getestet werden können. 

Nach Abschluss der Untersuchung hatte die Kommission Naser am Donnerstag vorläufig gesperrt. Dies würde nach den Vorgaben der AIU eine Sperre von zwei Jahren nach sich ziehen, die unter Umständen auf ein Jahr verkürzt werden kann. "Das Disziplinarverfahren laufe noch", teilte die AIU mit. 

Aufgrund der Suspendierung macht sich Naser Sorgen um ihren Ruf: "Hoffentlich klärt sich alles, denn dieses Image gefällt mir gar nicht. Es ist sehr hart, diesen kleinen Fleck auf meinem Namen zu haben." Naser war am 3. Oktober 2019 im WM-Finale von Doha mit 48,14 Sekunden die schnellste Stadionrunde weltweit seit 34 Jahren und damit auf Platz drei der "ewigen" Bestenliste gelaufen.