Sabrina Mockenhaupt ist sauer über die Entscheidung des DLV
Sabrina Mockenhaupt ist sauer über die Entscheidung des DLV © Getty Images
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Die Deutschen Meisterschaften in der Leichtathletik finden 2020 in besonderer Form statt. Sabrina Mockenhaupt und Gesa Felicitas Krause reagieren verärgert.

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Deutschlands Vorzeigeläuferin Gesa Felicitas Krause hat erbost auf das Austragungsformat der Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften am 8. und 9. August in Braunschweig reagiert.

"Kein Hindernislauf und keine Mittelstrecken bei den Deutschen Meisterschaften in diesem Jahr - ich bin sprachlos", machte die 27-Jährige ihrem Ärger bei Instagram Luft.

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"Eine Entscheidung, die ich nicht nachvollziehen und die ich in keinem Sinne befürworten kann", fügte Krause hinzu und beschwerte sich über die Sonderrolle des Fußballs: "Corona ist und war ein großes Thema, aber man spielt Fußball mit 22 Athleten auf dem Platz und ein Meisterschaftsfinale mit 8-12 Läufern/Läuferinnen nicht möglich sein?!"

So sieht es auch Gina Lückenkemper, "das wird doch so keine richtige Deutsche Meisterschaft", kommentierte die Top-Sprinterin. Die frühere Langstreckenläuferin Sabrina Mockenhaupt meldete sich ebenfalls zu Wort. Es sei "doch echt langsam zum Kotzen, und Fußball darf gespielt werden", schrieb die 39-Jährige bei Instagram: "Ich fühle mit Euch allen."

Krause hat über 3000 Meter Hindernis bereits mehrere Medaillen bei Welt-und Europameisterschaften gewonnen.

Auch Klosterhalfen betroffen

Neben Krause ist damit unter anderem auch ein Start der deutschen Topläuferin Konstanze Klosterhalfen in Braunschweig ausgeschlossen. Die Formulierung "Laufdisziplinen auf der freien Bahn" schließt Wettbewerbe ab 1500 m einschließlich der Hindernisläufe ein. Zudem wurden Staffelrennen untersagt.

"Die Entscheidung ist nicht nachzuvollziehen", heißt es auf SPORT1-Nachfrage auch aus dem Umfeld von Klosterhalfen. Wegen der "dynamischen Entwicklung" der Pandemie sei aber das letzte Wort möglicherweise noch nicht gesprochen. 

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Der DLV zeigte für die Enttäuschung Verständnis, warb aber gleichzeitig um solches. "Natürlich würden auch wir am liebsten ein Leichtathletik-Fest mit Zuschauern, allen gewohnten Wettbewerben und all unseren Top-Athleten feiern", schrieb der Verband ebenfalls bei Instagram: "Die behördlichen Auflagen aufgrund der Pandemie lassen dies jedoch zum jetzigen Zeitpunkt schlicht nicht zu. In der Fußball-Bundesliga mit Profi-Vertragsathleten, regelmäßigen Corona-Tests, Quarantäne-Maßnahmen für ganze Mannschaften etc. gelten andere Voraussetzungen. Diese sind in der Leichtathletik einfach nicht gegeben."

Ob die Titelkämpfe im Eintracht-Stadion gänzlich ohne Zuschauer oder zumindest mit begrenzter Besucherzahl stattfinden können, bleibt offen.

mit Sport-Informations-Dienst (SID)