Konstanze Klosterhalfen muss ohne ihren Trainer und ihre Familie auskommen
Konstanze Klosterhalfen muss ohne ihren Trainer und ihre Familie auskommen © Getty Images
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Die Coronakrise macht Laufwunder Konstanze Klosterhalfen zu schaffen. Doch sie bleibt kämpferisch. Die Olympia-Verschiebung sieht sie sogar als Vorteil.

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Aufgrund der Coronakrise steht der Sport größtenteils still.

Deutschlands Laufwunder Konstanze Klosterhalfen bleibt dennoch aktiv - und will die Olympia-Verschiebung nutzen, um in Tokio 2021 noch stärker anzutreten.

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Die Olympia-Verschiebung sei anfangs ein Schock gewesen - "weil dieser Schritt ja auch zeigt, wie ernst die Lage weltweit ist", erklärte Klosterhalfen in einem Interview mit ihrem Sponsor Red Bull. Aber "Ich fühle mich nicht ausgebremst - im Gegenteil. Die Verschiebung gibt mir ein Jahr mehr Zeit, schneller und stärker zu werden."

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Die erzwungene Auszeit geht allerdings auch an der WM-Dritten über 5000 Meter nicht spurlos vorüber. "Es ist eine verrückte Zeit und die Gesamtsituation ist bedrückend", sagte Klosterhalfen, die in Beaverton (Cororado) unter Coach Pete Julian trainiert.

Auf Julian muss die Europameisterin allerdings vorerst verzichten - der 48-Jährige US-Amerikaner weilt während der Krisenzeit bei seiner Familie. Andere Athleten sieht Klosterhalfen höchstens beim Krafttraining - sonst nicht: "Normal trainieren wir mit sieben bis acht Leuten." 

Klosterhalfen: "Ich fühle mich nicht ausgebremst"

Immerhin: Das Training gibt der deutschen Mittel- und Langstreckenspezialistin in der aktuellen Krisenzeit Halt. "Es nimmt viel Zeit in Anspruch und das gibt mir ein Stück weit Normalität und Sicherheit."

Zum Glück, denn dem Lauftalent machen die bekannten Tücken der Virus-Bekämpfung zu schaffen. Klosterhalfens Familie lebt in Deutschland, Mitglieder der Trainingsgruppe reisten in der Corona-Zeit zu ihren Liebsten. Heißt für "Koko": "Das ist schon manchmal einsam", gibt die viermalige Deutsche Meisterin zu. 

Klosterhalfen hofft auf "Nike-Rennen"

Klosterhalfen geht allerdings davon aus, dass in diesem Jahr noch Wettkämpfe stattfinden.

"Beispielsweise hat Nike in Aussicht gestellt, dass eigene Rennen veranstaltet werden, zunächst eben ohne Zuschauer. Ich denke, die Sommersaison wird schon irgendwie stattfinden, nur etwas später als sonst, und vielleicht ohne Zuschauer. Und da will ich in bester Form sein."

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Die WM Dritte von 2019 hofft, dass sich nach der Corona-Pandemie vieles zum Positiven verändern wird - auch für den Sport. Sie glaubt, dass "wir alle viele Sachen und Dinge, darunter den organisierten Sport mehr schätzen werden", führt Klosterhalfen aus. "Sport ist sicher nicht die wichtigste Sache in dieser Situation, aber wenn Menschen wieder in Stadien gehen können, wird man merken, wie sehr der Sport in unserem Alltag verankert ist."