Mo Farah wurde vier Mal Olympiasieger
Mo Farah wurde vier Mal Olympiasieger © Getty Images
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Leichtathletik-Superstar Mo Farah verstrickt sich bei einer Befragung der Anti-Doping-Agentur Usada in Unwahrheiten. In seiner Heimat ist das Presseecho groß.

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Leichtathletik-Superstar Mo Farah hat sich bei einer Befragung der amerikanischen Anti-Doping-Agentur Usada in Unwahrheiten verstrickt.

Die BBC-Sendung Panorama zitierte nun aus einem Protokoll der Usada, wie der Engländer in der Befragung dreimal gefragt wurde, ob ihm vor seinem Marathon-Debüt in London der Wirkstoff L-Carnitin verabreicht wurde. Farah bestritt dies drei Mal, wenige Minuten nach der Befragung kehrte er jedoch zurück und bestätigte plötzlich die Benutzung des L-Carnitins.

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"Ich wollte das nur klarstellen. Tut mir leid, Jungs, und ich habe es damals genommen und ich dachte, ich hätte es nicht...", sagte der viermalige Olympiasieger laut Protokoll, das die FAZ zitierte.

Farah "wie ein Mann, der etwas zu verbergen habe"

In der Zwischenzeit habe er mit Barry Fudge gesprochen, dem Leiter der Ausdauer-Sparte im britischen Leichtathletikverband. Dieser habe ihn aufgeklärt. Fudge hatte zuvor den Usada-Ermittlern erklärt, dass Farah den Wirkstoff benutzt habe und er extra in die Schweiz geflogen war, um das Carnitin zu besorgen.

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Der Guardian warf daraufhin Fragen nach der Glaubwürdigkeit von Farah auf, die Daily Mail schrieb, dass er wie ein Mann wirke, der etwas zu verbergen habe.

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Die Befragung war Teil der Ermittlungen, die letztlich zur Sperre von Farahs Ex-Coach Alberto Salazar und der Auflösung der Laufgruppe Nike Oregon Project führten, der auch die Deutsche Konstanze Klosterhalfen angehört.

Farah gibt weitere Lüge zu

Der Wirkstoff L-Carnitin gilt zwar als leistungssteigernd, bis zur Gabe von 50 Millilitern innerhalb von sechs Stunden aber nicht als Doping.

Erst am Samstag gab Farah eine weitere Lüge zu. Bei einer Pressekonferenz während Olympia 2016 hatte er bezüglich eines Fotos mit ihm und dem des Dopings verdächtigen somalischen Trainers Jama Aden gesagt, dass er ihn nicht kenne und oft mit Fans für Selfies posiere. In der Times erklärte er nun jedoch, dass er Aden seit Jahren kenne, weil beide aus Somalia stammen.

Gegen Aden ermittelt die Welt-Anti-Doping-Agentur und die spanische Polizei, nachdem bei einer Razzia eines von ihm organisierten Trainingslagers 2016 Dopingmittel gefunden wurden.