Juri Ganus, Generaldirektor der russischen Anti-Doping-Agentur hat die Verhätnisse in der russischen Leichtathletik massiv kritisiert.
Juri Ganus hat die Verhätnisse in der russischen Leichtathletik massiv kritisiert. © Getty Images
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Seit 2015 ist der russische Leichtathletik Verband von internationalen Wettbewerben ausgeschlossen. Aus dem eigenen Land kommen nun schwere Vorwürfe.

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Gut eine Woche vor dem Start der Leichtathletik-WM in Doha (27. September bis 6. Oktober) hat Juri Ganus, Generaldirektor der russischen Anti-Doping-Agentur RUSADA, die Verhältnisse im russischen Leichtathletik-Verband (RUSAF) scharf kritisiert. 

"Ich habe den Rücktritt aller führenden Vertreter dieses Verbandes gefordert. Wir führen mit dem internationalen Leichtathletik-Verband IAAF Ermittlungen durch. Das Maß der Verfehlungen ist verrückt.

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Es ist ein Problem des Systems, weil es das Eingreifen einer übergeordneten Behörde gibt", sagte Ganus und gab sich für russische Verhältnis äußerst kritisch.

Russischer Verband seit 2015 gesperrt

Der russische Leichtathletik-Verband ist seit November 2015 wegen Verstößen gegen die Anti-Doping-Richtlinien von allen internationalen Wettbewerben ausgeschlossen. Die IAAF entscheidet am 23. September, ob die Suspendierung für die WM aufgehoben wird.

"Es gibt Personen, die meine Arbeit behindern", sagte Ganus und nannte namentlich den russischen Sportminister Pawel Kolobkow. Dieser habe dafür gesorgt, dass der umstrittene Dmitri Schljachtin Präsident der RUSAF bleiben durfte.

"Solange wir uns gegenüber nicht ehrlich sind, wird die internationale Gemeinschaft die Sanktionen gegen uns nie aufheben", sagte Ganus.