BARCELONA, SPAIN - AUGUST 6:  Kevin Young of the U.S. lies on the ground as he holds the American flag 06 August, 1992 in Barcelona shortly after winning the gold medal in the men's 400 meter hurdles with a world record setting time of 46.78 seconds.  (Photo credit should read MICHEL GANGNE/AFP/Getty Images)
Kevin Young stellt 1992 den Weltrekord im 400-Meter-Hürdenlauf auf © Getty Images
Lesedauer: 3 Minuten

Beim 400-Meter-Hürdenlauf sind insgesamt zehn Hindernisse zu überwinden. SPORT1 präsentiert den Weltrekord bei Männern und Frauen und weitere Informationen.

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Aufgekommen ist der 400-Meter-Hürdenlauf im Jahr 1860.

Aufzeichnungen berichten von einem Wettbewerb in Oxford, bei dem ein Wettlauf über rund 400 Meter veranstaltet wurde. Dabei mussten zwölf massive, über einen Meter hohe Holzhürden überwunden werden. Die Hürden waren in gleichmäßigen Abständen auf der Strecke verteilt.

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Ab 1985 stieg man auf Hürden um, die sich umstoßen ließen, um die Verletzungsgefahr zu reduzieren. Allerdings wurden damals Läufer, die mehr als drei Hürden umstießen, disqualifiziert und Rekorde nur anerkannt, wenn alle Hürden stehenblieben. 

Im Jahr 1974 führte die IAAF (International Association of Athletics Federations) den 400-Meter-Hürdenlauf offiziell als Disziplin ein. Aber erst 1983 stand die Strecke zum ersten Mal bei Weltmeisterschaften mit auf dem Zeitplan.

Die aktuellen Weltrekorde im 400-Meter-Hürdenlauf

Frauen: 52,20 Sekunden, Dalilah Muhammad (USA), aufgestellt am 28.07.2019 in Des Moines (USA)

Dalilah Muhammad hält den Weltrekord der Frauen im 400-Meter-Hürdenlauf
Dalilah Muhammad hält den Weltrekord der Frauen im 400-Meter-Hürdenlauf © Getty Images

Männer: 46,78 Sekunden, Kevin Young (USA), aufgestellt am 06.08.1992 in Barcelona (Spanien)

Meilensteine in der Entwicklung des Weltrekordes

Den ersten offiziell von der IAAF anerkannten Weltrekord stellte der US-Amerikaner Charles Bacon im Jahr 1908 auf. Seine Zeit von 55,0 Sekunden hatte zwölf Jahre Bestand, ehe sie von Landsmann John Norton unterboten wurde. 

Erster Lauf unter 52 Sekunden: Als erster Läufer schaffte es Glenn Hardin 1934 in Milwaukee unter 52 Sekunden zu bleiben (51,8). Der US-Amerikaner dominierte knapp 30 Jahre lang die Disziplin. Von 1932 bis 1958 pulverisierte nur einmal ein anderer Athlet seine Rekorde: Im Jahr 1953 stellte Juri Litujew mit 50,4 Sekunden eine neue Bestzeit auf.

Erster Lauf unter 50 Sekunden: Es dauerte bis 1956, ehe erstmals ein Läufer unter 50 Sekunden blieb (49,5). Wieder war es Hardin. Sechs Jahre darauf schraubte Salvatore Morale die Zeit auf 49,2 Sekunden hinunter. Er ist der erste Italiener, der den Weltrekord in dieser Disziplin aufstellen konnte.

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Erster Lauf unter 48 Sekunden: John Akii-Bua (Uganda) blieb 1972 in München zum ersten Mal unter 48 Sekunden. Vier Jahre später unterbot Edwin Moses (USA) den Rekord in 47,6 Sekunden. Er schaffte es noch dreimal, seine Zeit zu verbessern, ehe Kevin Young den heutigen Weltrekord aufstellte.

Weltrekord-Entwicklung bei den Frauen: Der erste offiziell anerkannte Weltrekord datiert aus dem Jahr 1974 und wurde von Krystyna Kacperczyk aus Polen aufgestellt (56,51 Sekunden). Vier Jahre später durchbrach Tatjana Selenzowa (Sowjetunion) in 54,89 Sekunden als erste Frau die Marke von 55 Sekunden. 

Den Deutschen Rekord bei den Frauen stellte Sabine Busch am 21. August 1987 in Potsdam auf. Bei den Männern hält Harald Schmid die deutsche Bestzeit. Die 47,48 Sekunden lief er 1982 in Athen.

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Allgemein Wissenswertes zum 400-Meter-Hürdenlauf

  • Der Start erfolgt im Tiefstart und zum Ausgleich der Kurvenlänge versetzt
  • Sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern sind zehn Hürden zu überwinden
  • Die Hürden können beim Anstoßen nach vorne umfallen. Das wird für den Läufer nicht als Fehler gewertet
  • Bei den Männern beträgt die Hürdenhöhe 91,44 Zentimeter, die Frauen müssen 76,20 Zentimeter überwinden
  • Bei den Männern ist der 400-Meter-Hürdenlauf seit 1900 olympisch, bei den Frauen seit 1984