Caster Semenya erhält Unterstützung von der südafrikanischen Regierung
Caster Semenya erhält Unterstützung von der südafrikanischen Regierung © Getty Images
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In der Leichtathletik sorgt eine neue Testosteron-Regel für Aufsehen. Die betroffene Caster Semenya erhält Unterstützung von der südafrikanischen Regierung.

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Die zweimalige 800-m-Olympiasiegerin Caster Semenya (28) hat bei ihrem Vorgehen gegen die neue "Testosteron-Regel" in der Leichtathletik Unterstützung der südafrikanischen Regierung erhalten. Dass Frauen ihren erhöhten Testosteron-Wert zukünftig medikamentös senken sollen, "scheint speziell auf Caster Semenya zu zielen", sagte die südafrikanische Sportministerin Tokozile Xasa.

Xasa hatte die geplante Regelung als "diskriminierend" bezeichnet: "Dies ist ein schwerer Verstoß gegen internationale Menschenrechtsstandards. Es könnte verhindern, dass die Welt zukünftig die Überlegenheit der afrikanischen Sportler sieht."

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Der Leichtathletik-Weltverband IAAF will seine neue Regel zum Umgang mit hyperandrogenen Sportlerinnen wie der Südafrikanerin Semenya im März umsetzen. Dagegen hatte der südafrikanische Verband bereits im vergangenen Oktober Klage vor dem internationalen Sportgerichtshof CAS eingereicht und ein früheres Inkrafttreten verhindert.

Semenya soll Leistungsvorteil haben

Die neue Regel besagt, dass Leichtathletinnen, die künftig bei internationalen Wettkämpfen antreten oder einen Weltrekord erzielen wollen, vom Gericht als weiblich oder intersexuell (oder äquivalent) anerkannt sein sowie ihren Blut-Testosteron-Spiegel über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten auf unter fünf nmol/L senken (etwa durch Verwendung von hormonellen Kontrazeptiva) und diesen danach kontinuierlich unter dem Richtwert halten müssen.

Die IAAF begründet ihren geplanten Schritt damit, dass hyperandrogene Athletinnen wie Semenya in bestimmten Disziplinen einen deutlichen Leistungsvorteil hätten. Im Juli 2017 hatte die IAAF eine Studie veröffentlicht, die dies belegen soll.