Die RUSADA hat den CAS angerufen
Die RUSADA hat den CAS angerufen © Getty Images

Russlands Leichtathletikverband verlangt die Aufhebung seiner Sperre und ruft dafür den CAS an. Dafür müsse das Land aber zwei weitere Bedingungen erfüllen.

von Sportinformationsdienst

Nach der Rehabilitierung der russischen Anti-Doping-Agentur RUSADA verlangt auch Russlands Leichtathletikverband RUSAF die Aufhebung seiner Sperre und ist offenbar vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS gezogen.

Die englische Times berichtet von einem Brief, in dem RUSAF-Chef Dmitri Schljachtin Sebastian Coe, den Präsidenten des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF, darüber informiert.

Schljachtin argumentiert demnach, dass es nach der Wiederaufnahme der RUSADA durch die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) keinen Anlass für den Bann der russischen Sportler mehr gebe. Die Gründe für die Sperre seien schließlich identisch gewesen mit denen der WADA.

Russland muss Bedingungen erfüllen

Die IAAF hatte die RUSAF im November 2015 gesperrt und damit auf den Skandal um Staatsdoping reagiert, das auch und besonders in der Leichtathletik praktiziert wurde. Damals war auch die RUSADA für nicht mehr konform mit den WADA-Richtlinien erklärt worden

"Wir bitten respektvoll um die Wiederzulassung der RUSAF", schrieb Schljachtin: "Momentan müssen wir unsere Rechte schützen und haben daher vor dem CAS die Entscheidung der IAAF zur Ausdehnung der Sperre angefochten."

Die IAAF teilte auf Anfrage der Times mit, dass Russland zwei weitere Bedingungen erfüllen müsse. "Die Wiederaufnahme der RUSADA war eine von drei Voraussetzungen", wurde Coe zitiert:

"Zudem muss Russland die Erkenntnisse des McLaren-Reports und des Schmid-Reports über Verwicklungen des Sportministeriums in die Dopingvertuschungen anerkennen." Auch verlange die IAAF ebenfalls Zugang zu Daten aus dem Moskauer Doping-Labor, sodass die unabhängige Integritätskommission (AIU) des Weltverbandes Ermittlungen prüfen kann.

"Wir haben für die sauberen Athleten gekämpft"

"Wir haben für die sauberen Athleten gekämpft und werden das fortsetzen", teilte Coe mit. Die IAAF wird sich im Dezember wieder mit dem Fall beschäftigen.

Die WADA besteht nur noch auf Anerkennung des weniger strikten Schmid-Reports des Internationalen Olympischen Komitees durch Russland. Bezüglich des Zugangs zum Moskauer Labor haben sich WADA und Russland bislang nur auf einen Zeitplan zur Durchführung geeinigt.