Kristin Gierisch musste sich nur der Topfavoritin geschlagen geben
Kristin Gierisch musste sich nur der Topfavoritin geschlagen geben © Getty Images

Kristin Gierisch sorgt bei der Leichtathletik-EM für eine Premiere. Als erste deutsche Dreispringerin gewinnt sie mit Silber eine Medaille bei Großveranstaltungen.

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Dreispringerin Kristin Gierisch hat bei der Leichtathletik-EM in Berlin die Silbermedaille gewonnen.

Die 27 Jahre alte Hallen-Europameisterin musste sich am Freitagabend mit persönlicher Bestleistung von 14,45 m nur der Griechin Paraskevi Papahristou (14,60) geschlagen geben. Bronze ging an Ana Peleteiro (Spanien/14,44). Nele Eckhardt (14,01) kam auf Platz zehn. 

Nach dem Wettbewerb konnte die Zwickauerin ihren Erfolg noch nicht ganz greifen: "Dass heute sowas rauskommt, ist bei mir noch nicht angekommen", sagte Gierisch gegenüber der ARD. Sie finde keine Worte für ihren zweiten Platz (Der Medaillenspiegel der EM).

Gierisch: "Was Berlin abgezogen hat, war mega"

Gierisch hatte ihren besten Sprung gleich im ersten Versuch hingelegt. "Das ist ziemlich untypisch für mich", gab sie zu. Dieser Umstand sei aber auch auf eine Veränderung ihres Trainings zurückzuführen.

Während des Wettkampfs habe sie versucht, sich nicht von den rund 50.000 Zuschauern im Stadion ablenken zu lassen. "Was Berlin hier abgezogen, war mega. Aber man darf sich davon nicht verzaubern lassen", erklärte Gierisch Der Zeitplan der EM).

Es war die erste Medaille überhaupt für eine deutsche Dreispringerin bei einer großen Freiluft-Meisterschaft, zuvor waren DLV-Athletinnen bei Olympischen Spielen, Weltmeisterschaften und Europameisterschaften stets leer ausgegangen.