Karl Anderson, Kenny Omega und Luke Gallows (v.l., mit Don Callis) waren Teil des Bullet Club
Karl Anderson, Kenny Omega und Luke Gallows (v.l., mit Don Callis) waren Teil des Bullet Club © Impact Wrestling
Lesedauer: 3 Minuten

München - AEW-Champion Kenny Omega schließt sich bei Impact mit den von WWE entlassenen Karl Anderson und Luke Gallows zusammen. Das Trio hat eine Vorgeschichte.

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Die vor zwei Wochen bekannt gewordene Kooperation der WWE-Rivalen AEW und Impact wirft den ersten größeren Ertrag für eingefleischte Fans ab.

Kenny Omega, der Champion von AEW, wird bei seinem ersten Ring-Gastspiel für das frühere TNA eine spektakuläre Reunion feiern: Omega tut sich zusammen mit den von WWE entlassenen Good Brothers Karl Anderson und Doc (Luke) Gallows - seinen alten Weggefährten im "Bullet Club" bei NJPW in Japan.

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Das Trio trifft beim nächsten Impact-Pay-Per-View Hard to Kill am 16. Januar auf Impact-Champion Rich Swann und die Motor City Machine Guns Alex Shelley und Chris Sabin. Das Match wurde in der Nacht zum Mittwoch bei der Impact-TV-Show mit einer Backstage-Attacke von Omega, Anderson und Gallows auf ihre Gegner eingeleitet, Omega provozierte das frühere WWE-Cruisergewicht Swann zudem mit seinem Titelgürtel, den er als den einzig wirklich bedeutsamen World Title im Wrestling pries.

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Das Match wurde dann von Don Callis offiziell gemacht, Mitglied der Impact-Geschäftsführung und nun bei AEW und Impact als Manager seines langjährigen Freunds Omega aktiv.

Bullet Club war Keimzelle für AEW

Die Vorgeschichte zwischen Omega, Anderson und Gallows geht zurück auf die gemeinsame Zeit bei NJPW in Japan. Anderson und Gallows waren wichtige Mitglieder des Bullet Club, der auf den Spuren der legendären Bündnisse nWo (New World Order) und D-Generation X wandelnden Gruppierung The Bullet Club, das erst von den heutigen WWE-Stars Prince Devitt (Finn Balor) und AJ Styles, dann von Omega angeführt worden war.

Im Bullet Club war unter anderem auch Adam Cole aktiv, sowie auch die Young Bucks Nick und Matt Jackson, Cody Rhodes und Hangman Page. Der Bullet Club in der Inkarnation mit Omega, den Jacksons und Rhodes war die Keimzelle für den Zusammenschluss "The Elite", aus dem Anfang 2019 AEW hervorgegangen war - Rhodes, Omega und die Jacksons sind dort Co-Geschäftsführer unter Präsident Tony Khan.

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Anderson, Gallows und Styles waren dagegen Anfang 2016 zu WWE gewechselt, wo sie den ebenfalls auf den Bullet Club anspielenden "O.C." (Original Club) formierten. Anderson und Gallows waren im vergangenen Jahr kurz vor dem Auslauf ihres WWE-Deals auch bei AEW im Gespräch und sollten angeblich tragende Rollen beim TV-Debüt von Dynamite im Herbst 2019 spielen.

Kenny Omega, Karl Anderson und Luke Gallows bald auch bei AEW?

Stattdessen jedoch nahmen sie ein gut dotiertes WWE-Angebot an, das sie davon abhalten sollte, nur um dann im Frühjahr unter pikanten Umständen Opfer der nach Beginn der Coronakrise gestarteten Entlassungswelle zu werden - kurz nachdem sie bei WrestleMania 36 Teil des wohl letzten Matches des Undertakers gegen AJ Styles waren.

Für viele Beobachter überraschend gingen die beiden dann nicht zu AEW, sondern zu Impact - was damit zu tun hatte, dass sie bei AEW Verärgerung hinterließen, als sie die weit gediehenen Verhandlungen abbrachen. Anderson und Gallows hatten das in einem Podcast selbst eingestanden.

Inzwischen halten die Irritationen die alten Weggefährten offenbar nicht mehr von einer Zusammenarbeit ab. Eine Zusammenarbeit, die noch mehr Potenzial hat, wenn sie von Impact auf AEW übertragen wird.