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München - Wrestlerin Candy Cartwright bringt ihren Vergewaltigungs-Vorwurf gegen WWE-Wrestler Matt Riddle vor Gericht. Sie will 30 Millionen Dollar Schadenersatz.

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Der Vergewaltigungs-Vorwurf gegen WWE-Hoffnung Matt Riddle geht offenbar vor Gericht.

Wrestlerin Candy Cartwright (bürgerlich: Samantha Tavel) hat am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Chicago angekündigt, dass sie sowohl gegen Riddle, als auch gegen WWE und Riddles frühere - mittlerweile von WWE aufgekaufte - Liga Evolve Klage einreichen wird. Sie fordert von allen drei Parteien je 10 Millionen Dollar Schadenersatz.

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Cartwright machte im Zuge der an #MeToo erinnernden #SpeakingOut-Bewegung im Sommer den Vorwurf öffentlich, dass Riddle sie im Mai 2018 zu Oralsex gezwungen haben soll - kurz nachdem der frühere UFC-Kämpfer bei WWE vom NXT-Kader in die Hauptshow SmackDown befördert worden war.

Riddle hat die Beschuldigung zurückgewiesen und Cartwright im Gegenzug des Stalkings bezichtigt. Riddle hat eingeräumt, eine außereheliche Affäre mit Cartwright gehabt zu haben (was WWE indirekt auch schon zum Teil der Story von Riddle mit Rivale King Corbin gemacht hat).

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Cartwright und ihr Anwalt John Chwarzynski machten nun weitere Vorwürfe öffentlich. Der Rechtsvertreter sprach von einer "Vielzahl sexueller Übergriffe von Matt Riddle gegen meine Klientin" zwischen 2017 und Januar 2020.

Es soll demnach auch eine weitere Vergewaltigung im April 2017 gegeben haben, mit der er auch vor Evolve-Chef Gabe Sapolsky angegeben haben soll, ohne dass Sapolsky Konsequenzen gezogen hätte.

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WWE will sich gegen Klage verteidigen

Der Vorwurf gegen WWE lautet, dass die Liga Anfang 2020 ein Engagement Cartwrights für angeblich geplante Auftritte auf Riddles Betreiben rückgängig gemacht hätte. Dem sei eine letzte Weigerung Cartwrights vorausgegangen, Riddle für "sexuelle Akte" zur Verfügung zu stehen. Von einem Vertrag Cartwrights mit WWE war bisher nichts bekannt, der Vorwurf scheint sich darauf zu beziehen, dass WWE mit Evolve kooperiert und viele frühere dort aktive Wrestlerinnen und Wrestler verpflichtet hatte.

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WWE hat angekündigt, sich gegen Cartwrights Klage "energisch zu verteidigen". Die Promotion hat sich in dem Fall klar auf Riddles Seite positioniert und keine Konsequenzen gegen ihn gezogen. Der mittlerweile für WWE arbeitende Sapolsky reagierte bei Fightful mit dem knappen Statement: "Das ist mir neu." Riddle hat sich noch nicht geäußert. 

Wie der Wrestling Observer notiert, gibt es faktische Fehler in der Klageschrift, die Cartwright einreichen will. Unter anderem werde darin behauptet, dass Riddle schon im Mai 2018 für WWE gearbeitet hätte, tatsächlich habe er erst im Sommer unterschrieben. Es stellten sich zudem auch "Fragen, wie das Verhältnis zwischen Evolve und WWE in der Klage dargestellt wird".