Ein Bild des zum Mörder gewordenen Wrestlers Chris Benoit wurde bei RAW ins Live-TV geschmuggelt
Ein Bild des zum Mörder gewordenen Wrestlers Chris Benoit wurde bei RAW ins Live-TV geschmuggelt © Getty Images
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München - Die Wrestling-Liga WWE schaltet seit kurzem echte Fans per Livestream zu: Bei RAW wurden auf diesem Weg nun abstoßende Bilder ins Live-TV geschmuggelt.

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Bringt dieser Skandal das neue Zuschauerkonzept von WWE in seiner bisherigen Form in Gefahr?

Bei der aktuellen Ausgabe der TV-Show Monday Night RAW nach dem SummerSlam haben Übelmeinende auf geschmacklose Art einen Schwachpunkt des "Thunderdome" aufgezeigt, der virtuellen Kulisse mit per Livestream aus ihrem Zuhause zugeschalteten Fans.

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Einzelne Zuseher, die WWE dafür ausgewählt hat, nutzten am Montag die ihnen gebotene Bühne, um abstoßende Bilder in der Live-Sendung unterzubringen: Zu sehen waren eine Person in der Aufmachung des rassistischen Ku-Klux-Klans, zwei Bilder des früheren WWE-Stars Chris Benoit, der 2007 seine Frau Nancy und seinen kleinen Sohn Daniel ermordete und dann sich selbst tötete - und sogar ein Video, das einen exekutionsartigen Mord durch einen Kehlendurchschnitt zu zeigen schien.

WWE spricht von "abscheulichem Verhalten"

Aufmerksame Fans entdeckten die Bilder schnell und verbreiteten sie in den sozialen Medien, WWE distanzierte sich in einem Statement.

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"Dieses abscheuliche Verhalten spiegelt nicht die Werte von WWE wider und wir haben null Toleranz für diese inakzeptablen Dinge", hielt die Promotion des am Montag 75 Jahre alt gewordenen Vince McMahon fest: "Wir arbeiten daran, die Beteiligten von zukünftigen Shows fernzuhalten und unsere Politik sieht bei jedem unangemessenen Verhalten eine Entfernung aus der Live-Übertragung vor."

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Das Problem, das bleibt: Schon vor der ersten Show im "Thunderdome" am Wochenende hatte WWE die für die virtuelle Kulisse ausgewählten Zuschauer vor ebenjenem unangemessenen Verhalten gewarnt (unter anderem wurden ihnen auch "politische Botschaften jeder Art" untersagt), es hat offensichtlich nicht alle abgeschreckt.

Die einzig sichere Methode, solche Vorfälle künftig auszuschließen, wäre es, die virtuellen Fans nicht mehr live zuzuschalten - was aber eben genau die Kernidee des "Thunderdome" ist.