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München - Aus The Revival wird FTR: Das ehemalige WWE-Duo debütierte im Windschatten von Mike Tyson bei AEW - und rückt das Tag-Team-Wrestling in den Fokus.

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Im Windschatten der großen Prügelei mit Box-Legende Mike Tyson und Chris Jericho gab es ein großes Debüt beim WWE-Rivalen AEW.

Die bei WWE entlassenen The Revival feierten ihre Premiere bei der TV-Show AEW, mit dem neuen Namen FTR. Dax Harwood und Cash Wheeler, wie die ehemaligen Scott Dawson und Dash Wilder nun heißen, rückten mit einem Pickup-Truck an, als sich die Young Bucks nach dem Eröffnungskampf der Show in eine Prügelei mit dem Duo The Butcher & The Blade verstrickten.

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Harwood und Wheeler deuteten zunächst an, auf die Bucks loszugehen, wandten sich stattdessen aber gegen Butcher und Blade - sind damit also offiziell Publikumslieblinge.

The Revival vor allem bei WWE NXT erfolgreich

Wheeler (eigentlich: Daniel Wheeler) und Harwood (David Harwood) waren im April von WWE entlassen worden, weil ihre Vertragsauflösung nicht die sonst übliche, 90-tägige Nichtantrittsklausel für andere Ligen enthielt - anders als bei den anderen im selben Monat gefeuerten Hauptkader-Stars -, konnten sie direkt bei AEW loslegen.

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Zwischen 2014 und 2017 waren die beiden ein Pfeiler der Tag-Team-Division des WWE-Drittkaders NXT. Vor allem ihre qualitativ hochwertigen Matches mit American Alpha (Chad Gable und Jason Jordan) sowie DIY (Johnny Gargano und Tommaso Ciampa) erregten Aufsehen.

Dawson und Wilder weckten Erinnerungen an die goldene Ära des Tag-Team-Wrestling in den achtziger Jahren, orientierten sich mit ihrem modernisierten Old-School-Stil an legendären Gespannen wie dem Midnight Express sowie Arn Anderson und Tully Blanchard - mit den beiden früheren Kollegen von Ric Flair bei den "Four Horsemen" gab es auch gleich eine Begegnung hinter den AEW-Kulissen gab.

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Seit Jahren galt als offenes Geheimnis, dass die beiden Partner und Freunde aus North Carolina nicht zufrieden damit waren, wie sich ihre Karriere nach ihrer Berufung in die Hauptkader von WWE entwickelt hatte. Obwohl sie auch dort dreimal Tag-Team-Gold hielten (zweimal bei RAW, einmal bei SmackDown) spielt das Tag Team Wrestling in den Hauptshows in der Regel eher eine Nebenrolle - was Dash und Dawson nicht genug war.

Dax Harwood und Cash Wheeler sehen sich auf Mission

Seit Januar waren die beiden nicht mehr im WWE-TV zu sehen, nachdem sie zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres um ihre Entlassung gebeten haben sollen. Sämtliche Versuche von WWE, das Duo von einer Vertragsverlängerung zu überzeugen, scheiterten.

Vor rund einem Jahr hatten die damaligen Dash und Dawson die Gerüchte um ihre erste Entlassungsbitte im SPORT1-Gespräch weder bestätigt noch dementiert: "Ein paar Körner Wahrheit sind schon drin. Aber wie viele, das wisst ihr nicht", sagte Dawson/Harwood.

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Bei dem damaligen Gesprächstermin machten die beiden Partner und guten Freunde auch immer wieder deutlich, dass sie sich auf einer Mission sehen, bei der es um mehr ging, als Titel bei WWE zu halten.

"Tag-Team-Wrestling war groß und wird wieder groß werden. Und wir tun alles in unserer Macht stehende, um das Tag-Team-Wrestling wieder größer zu machen" - sagte Wilder/Wheeler, der sich kurz darauf hervortat, als er Legende Bret Hart bei einem realen Angriff eines Chaoten während der Hall-of-Fame-Zeremonie 2019 tatkräftig beistand.

Schon damals zeichnete sich ab, dass Revival mit diesem Anspruch bei WWE nicht glücklich werden würden.

FTR gegen Young Bucks als "Dream Match" bei AEW

In ihrem ersten Interview nach der Entlassung - in Chris Jerichos Podcast Talk is Jericho - sprachen sie das dann auch klar aus. Sie hätten den Eindruck, dass Tag-Team-Wrestling bei WWE-Boss Vince McMahon immer die zweite Geige spielen werde. Sie bestätigten auch Berichte, dass McMahons letzter Vorschlag an sie lautete, sich als Comedy-Act neu zu erfinden. Harwood und Wheeler sind sich bis heute nicht sicher, ob das ernst gemeint war oder das letzte Signal, um sie zu vergraulen.

Ein Wechsel zu AEW stand seit längerem im Raum: Bei der Anfang 2019 gegründeten Liga steht das Tag-Team-Wrestling mehr im Fokus, unter anderem deshalb, weil das populäre Duo Nick und Matt Jackson (The Young Bucks) Mitbegründer und Vizepräsidenten der Liga sind.

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Dass FTR (mit dem wohl eigentlich angedachten Namen "The Revolt" gab es Copyright-Probleme) gern ein Programm gegen die Bucks bestreiten würden, hatten sie in den sozialen Medien schon vielfach klar gemacht.

Dadurch, dass sie bei AEW zunächst auf derselben Seite stehen, wird das "Dream Match" nun aber erstmal hinausgezögert. Wobei es doch schon auch eine Andeutung eines kommenden Duells gab: den von den Bucks am Ende des Segments angebotenen Handschlag nahmen FTR nicht an.