Roman Reigns (r.) war auf dem Cover von WWE 2K20
Roman Reigns (r.) war auf dem Cover von WWE 2K20 © Imago
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München - Hiobsbotschaft für Gamer: WWE teilt mit, dass es in diesem Jahr kein WWE 2K21 geben wird. Trotz Corona schreibt die Wrestling-Liga Rekordzahlen.

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Die Wrestling-Liga WWE schreibt trotz der Coronakrise Rekordzahlen - kann ihren Fans in diesem Jahr aber kein Videospiel bieten.

Die Verantwortlichen der Promotion bestätigten bei der Präsentation ihrer Quartalszahlen am vergangenen Donnerstag Berichte, dass es in diesem Herbst kein WWE 2K21 geben wird. Es ist das erste Mal seit 1997, dass die frühere WWF kein offizielles Spiel veröffentlicht.

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Den Aktionären bot der Quartalsbericht ansonsten gute Nachrichten: Der Umsatz im ersten Jahresviertel betrug 291 Millionen Dollar, der Gewinn 24,1 Millionen - eine Steigerung nicht nur im Vergleich zum Vorjahr (182,4 Millionen, 7,6 Millionen), sondern auch zu den im Vorfeld geäußerten Erwartungen.

Hauptgrund für die Rekordzahlen sind die neuen großen TV-Verträge für die Shows RAW und SmackDown, während die Folgen der seit März für WWE spürbaren Virus-Pandemie sich noch nicht groß bemerkbar machen.

WWE 2K auch von Entwickler-Wechsel beeinträchtigt

Der Ausfall der diesjährigen Auflage von WWE 2K war bereits erwartet worden, nachdem der an vorherigen Spielen beteiligte Autor Justin Leeper ihn vorab undementiert vermeldet hatte. Dies sei schon "eine Weile vor WrestleMania" klar gewesen, also mindestens bereits im März.

Leeper berichtete auch, dass es stattdessen ein anderes Videospiel unbekannter Art geben werde - was sich auch zu bewahrheitete: Am Montag kündigte 2K die Veröffentlichung eines neuen Arcade-Spiels namens WWE 2K Battlegrounds an.

Die WWE-2K-Reihe war zuletzt auch von einem Wechsel der Entwicklerfirma beeinträchtig worden: Im vergangenen August verkündete 2K Games den Wechsel von dem seit Jahrzehnten verantwortlichen Unternehmen Yuke's zu der kalifornischen Firma Visual Concepts.

WWE peilt Rekordumsatz 2020 an

WWE visiert in diesem Jahr erstmals einen Milliarden-Umsatz an (2019: 960 Millionen) und scheint trotz Corona weiter auf dieses Ziel hinzuarbeiten: Vor eineinhalb Wochen verkündete die Promotion eine große Entlassungswelle, die vor allem als Signal an die Aktionäre gilt. Auf die aktuellen Zahlen wirkt sie sich noch nicht aus.

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WWE veranstaltet ihre wöchentlichen Shows RAW, SmackDown und NXT seit dem großen Ausbruch der Pandemie als Geistershows ohne Zuschauer, die so genannten "House Shows" ohne TV-Kameras brachen weg - wobei diese zuletzt auch rote Zahlen schrieben.

Auch die Supershow WrestleMania 36 fand ohne Fans im Performance Center der Liga in Orlando statt, wobei WWE zwei der Hauptmatches - Undertaker vs. AJ Styles und John Cena vs. The Fiend - als vorproduzierte Mini-Filme präsentierte. Ligaboss McMahon kündigte bei der Zahlenpräsentation an, dass es weitere solcher Inszenierungen geben werde.

Das von WWE-Boss Vince McMahon zum zweiten Mal abgebrochene Football-Projekt XFL war kein Thema bei der Präsentation der Zahlen - McMahon hatte für die XFL ein eigenes Unternehmen gegründet.