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München - Bei der Premiere des neuen WWE SmackDown jagt ein denkwürdiger Auftritt den nächsten: Nach The Rock und Tyson Fury überrascht auch ein neuer Lesnar-Rivale. Die TV-Quote ist stark.

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Dwayne "The Rock" Johnson als Eröffnung, Box-Superstar Tyson Fury als Zwischengang und eine große Neuverpflichtung als Höhepunkt: Bei der Saison-Premiere von SmackDown Live auf dem TV-Sender Fox zog WWE alle Register. (WWE im TV und Netz: Was läuft wo?)

Und das Saisondebüt lockte die Fans zahlreich vor die Bildschirme: 3,87 Millionen TV-Zuschauer schalteten bei SmackDown ein, damit gewann die TV-Show souverän die wichtige Zielgruppe Männer 18-49 Jahre. Zwar hatten Experten eine TV-Quote von 4 bis 4,5 Millionen vorhergesagt, dennoch ist auch das erreichte Ergebnis für eine Wrestling-Show aller Ehren wert.

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SmackDown übertraf den ebenfalls starken Wert von Monday Night RAW (2,57 Mio. Zuschauer) damit um satte 1,3 Millionen, auch Fox dürfte mit der erreichten Quote sehr zufrieden sein.

Am Mittwoch hatte WWE noch eine Niederlage einstecken müssen, die Drittshow NXT verlor mit 0,891 Millionen Zuschauern deutlich gegen die Konkurrenz-Liga AEW. Diese erreichte bei der Premiere der Wochenshow "AEW Dynamite" eine starke Quote von 1,409 Millionen. Dass zwischen beiden Ligen trotz des AEW-Hypes dennoch noch Welten liegen, bewies die SmackDown-Quote in dieser Woche.

Für beide Ligen wird es in den kommenden Wochen darum gehen, die Quote zumindest annähernd zu halten, wenn der Reiz des Neuen bei den TV-Zuschauern nachgelassen hat.

SPORT1 fasst Friday Night SmackDown zusammen:

- Die Show begann mit "The Man" Becky Lynch, die jedoch von "King" Baron Corbin unterbrochen wurde. Als die beiden sich in die Haare bekamen, wer denn nun der Boss bei SmackDown sei, erklang die Musik von "The Rock". Der Hollywood-Star erklärte, dass er das Wort SmackDown einst eingeführt habe und nun wieder zu Hause sei.

Lynch und Dwayne Johnson machten sich dann noch über Corbins Arroganz und Königsumhang lustig und verpassten ihm nacheinander ihre Spezialaktionen.

- Im ersten Match der Fox-Ära traf Lynch dann gemeinsam mit Charlotte Flair auf Bayley und Sasha Banks. Der Sieg im Duell der vier Hoursewomen ging letztlich an Charlotte, die Bayley mit dem Figure-8 zur Aufgabe zwang. Damit verdiente sich Charlotte ein weiteres Match um Bayleys SmackDown Women's Championship bei Hell in a Cell am Sonntag.

- Im Publikum in Los Angeles befand sich neben zahlreichen WWE-Legenden und Hall of Famern auch Box-Schwergewichtschampion Fury. Die Zuschauer und der im Ring stehende Seth Rollins sahen unter anderem auch eine neue Folge des "Firefly Funhouse" von Rollins' Hell-in-a-Cell-Gegner Bray Wyatt, der mit seinen Puppen schon einmal das Match in der Zelle durchspielte.

Als Rollins im Anschluss kurz vor einem Sieg gegen Intercontinental Champion Shinsuke Nakamura stand, mischte sich erneut "The Fiend" ein. Rollins wurde hinterrücks attackiert und mit Wyatts Spezialaktion Mandible Claw abgefertigt. (Lesen Sie hier die unglaubliche Geschichte, wie ein berühmter Mordfall zur Erfindung des Finishers von "The Fiend" Bray Wyatt inspirierte)

- Eine interessante Sonderklausel erhielt das Ladder Match zwischen Kevin Owens und Shane McMahon. Über dem Ring waren Entlassungspapiere in einem Koffer aufgehängt, die der Sieger dem Verlierer hinterher in die Hand drücken durfte.

Owens beförderte Shane letztlich per Powerbomb auf eine Leiter, stieg eine andere empor und schnallte den Koffer ab. McMahon ist damit laut Story gefeuert, Owens darf weiter für WWE arbeiten. Hinterher gab es noch einen Stunner für den Verlierer.

- Ein Acht-Mann-Tag-Team-Match zwischen Braun Strowman, The Miz und Heavy Machinery auf der einen und Dolph Ziggler, Randy Orton, AJ Styles und Robert Roode auf der anderen Seite gewann Strowmans Team.

Kurz vor dem Ende schleuderte das "Monster among men" Dolph Ziggler noch gegen den in der 1. Reihe stehenden Tyson Fury. Das wollte der "Gypsy King" nicht auf sich sitzen lassen und in den Ring stürmen. Zahlreiche Security-Mitarbeiter verhinderten jedoch eine Eskalation zwischen Fury und Strowman. WWE verkündete anschließend, dass Fury am Montag bei WWE RAW die Gelegenheit erhalten wird, sich zu den Ereignissen zu äußern.

- Ein chaotisches Lumberjack-Match zwischen Roman Reigns und Erick Rowan gewann "Big Dog" Reigns mit dem Spear, nachdem Rowan zuvor mit Daniel Bryan - Partner bei Hell in a Cell gegen Rowan und Luke Harper - aneinander geraten war. Anschließend gab es noch einen Handshake zwischen Reigns und Bryan.

- Den Main Event bildete das Match zwischen Kofi Kingston und Brock Lesnar um Kingstons WWE Championship. Der Ghanaer rannte direkt zu Beginn in einen F5 von Lesnar, der Pin ging durch - Lesnar beendete nach neun Sekunden die seit WrestleMania dauerte Titelregenschaft von Kingston.

Die Feier wurde jedoch von Rey Mysterios Musik unterbrochen: Der Altmeister, am Montag bei RAW von Lesnar wie auch Sohn Dominic heftig verprügelt, hatte Verstärkung mitgebracht:

Cain Velazquez, ein in Amerika sehr populärer MMA-Kämpfer (Bilanz: 14 Siege, 3 Niederlagen), der Lesnar 2010 im UFC-Ring als Schwergewichts-Champion entthront hatte.

Der 37-Jährige hatte vom MMA auf Wrestling umgeschult und war seit März für die Liga Lucha Libre AAA Worldwide angetreten. Nun gab Velazquez sein WWE-Debüt und prügelte wie von Sinnen aus Lesnar ein. Der flüchtete aus dem Ring, packte sich seinen neu gewonnenen Gürtel und verließ schnell das Geschehen.

Velazquez' Verpflichtung ist für WWE vor allem auch wegen Velazquez' Popularität bei den lateinamerikanischen und hispanischen Fans ein Coup.

Nach der Show verkündete WWE, dass Lesnar seinen Titel gegen Velazquez bei der Saudi-Arabien-Show Crown Jewel am 31. Oktober verteidigen wird.

Die Ergebnisse von WWE SmackDown Live:

Becky Lynch und Charlotte Flair besiegen Bayley und Sasha Banks
Seth Rollins vs. Shinsuke Nakamura endet im No Contest
Ladder Match: Kevin Owens besiegt Shane McMahon
Braun Strowman, The Miz und Heavy Machinery besiegen Randy Orton, Dolph Ziggler, Robert Roode und AJ Styles
Lumberjack Match: Roman Reigns besiegt Erick Rowan
WWE Championship Match: Brock Lesnar besiegt Kofi Kingston (c) - TITELWECHSEL

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