Lesedauer: 4 Minuten

München - Nach dem großen Knall hinter den WrestleMania-Kulissen scheint Sasha Banks vor ihrem Comeback bei WWE zu stehen - womöglich schon bei Extreme Rules.

Anzeige

Das Tischtuch zwischen WWE und Sasha Banks schien zerschnitten - nun scheint es wieder geflickt zu sein.

Sasha Banks, die nach einem angeblich heftigen Krach hinter den Kulissen nicht mehr im TV-Programm der Wrestling-Liga zu sehen war, ist für ihre ersten Auftritt nach WrestleMania 35 im April angekündigt.

Anzeige

Die Website der Amalie Arena in Tampa, in der am 22. Juli Monday Night RAW stattfindet, wirbt für ebenjene Show mit Banks, auch in den lokalen Anzeigen für den SummerSlam in Toronto am 11. August taucht die Cousine von Rapstar Snoop Dogg auf.

Prinzipiell sind solche Ankündigungen zwar "subject to change" und nicht so zuverlässig wie entsprechende Meldungen auf der WWE-Homepage, aber auch mehrere Szene-Medien berichten, dass Banks vor ihrer Rückkehr stehe. Die Differenzen mit der Chefetage seien ausgeräumt, ein möglicher Wechsel zum neuen Rivalen AEW für den Moment vom Tisch (wenngleich zum Beispiel der Wrestling Observer zuletzt festhielt, dass die Rückkehr sich zwar andeute, aber noch nicht ganz klar sei).

Comeback bei Extreme Rules?

Sollte sich die Lage doch geklärt haben, deutet vieles auf eine Rückkehr bei oder direkt nach der Großveranstaltung Extreme Rules am Sonntag hin: Banks Partnerin Bayley verteidigt dort ihren SmackDown-Damentitel gegen das Team aus Alexa Bliss und Nikki Cross, in der vorausgegangenen Story gab es diverse Anspielungen, dass Bayley eine "Freundin" gerade gut brauchen könnte.

Ein weiteres Indiz: Banks zeigte sich in sozialen Medien zuletzt wieder mit ihrem WWE-Markenzeichen, den lila gefärbten Haaren, die zwischenzeitlich naturbelassen geblieben waren.

Banks und Bayley verloren Anfang April bei WrestleMania ihre Tag-Team-Titel gegen die IIconics (Billie Kay und Peyton Royce), seitdem war Banks nicht mehr bei WWE zu sehen.

WWE pocht auf Sasha Banks' Vertrag

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge krachte es, weil Banks WWE die Planspiele übelnahm, die ihr kurz vorher eröffnet worden waren. Banks und Bayley mussten nicht nur die Gürtel abgeben - nachdem sie kurz vorher in einem emotionalen Auftritt noch angekündigt hatten, die frisch eingeführten Titel mit Bedeutung aufladen zu wollen -, ihr Team wurde auch getrennt, Bayley wurde beim "Superstar Shake-up" von RAW zur Dienstagsshow SmackDown verschoben.

Banks soll um ihre Entlassung gebeten, sie aber nicht gewährt bekommen haben. Stattdessen folgte eine Auszeit und diverse kryptische Andeutungen in den sozialen Medien, in denen Banks große Unzufriedenheit über ihren Status bei WWE durchblicken ließ ("Es gibt Dinge, die machen es dir praktisch unmöglich, darauf zu vertrauen, wo du stehst, daran zu glauben, wo du stehen willst"). Es schien, als wollte sie ihren Vertrag auslaufen lassen und zur neuen Konkurrenzliga AEW wechseln.

Das Szenario scheint sich nun erstmal erledigt - wobei eine Frage bleibt: Liegt der Wende eine echte Versöhnung zugrunde? Oder nur die Einsicht, dass Banks nicht aus ihrem offenbar noch eine Weile laufenden Vertrag herauskommt und auf absehbare Zeit keine Wahl hat, wo sie in den Ring steigt?

Bildungsreise nach Japan

So oder so: Ein Grund für ihren Frust ist mittlerweile praktisch Makulatur, durch die "Wild Card Rule" ist die Trennung zwischen RAW und SmackDown stark aufgeweicht, Banks könnte ohne weitere Erklärung an Bayleys Seite zurückkehren.

Banks scheint in jedem Fall gewillt zu sein, sich für ihre weitere Karriere noch besser zu rüsten, soeben bestritt sie eine Art Bildungsreise ins Showkampf-Mekka Japan, traf sich dort mit Nippon-Star Naomichi Marufuji und bestritt ein Training bei der Liga Sendai.

Bemerkenswert: Der japanischen Zeitung Tokyo Sports zufolge war Banks aus eigenem Antrieb in Fernost, der Trip stand demnach nicht in Zusammenhang mit der Japan-Tour von WWE.