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München - Die neue Wrestling-Liga AEW macht einen großen TV-Deal in den USA offiziell - und verknüpft die Ankündigung mit diversen verbalen Seitenhieben gegen WWE.

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Es ist offiziell: Die neue Wrestling-Liga All Elite Wrestling greift den Marktführer WWE mit einem großen TV-Deal in den USA an.

AEW hat seine zuvor schon von mehreren Medien vermeldete Partnerschaft mit WarnerMedia verkündet. Eine wöchentliche Live-Sendung soll bei TNT laufen, dem einstigen Heimatsender von WCW, dem ehemals großen Rivalen, den WWE 2001 aufgekauft hatte.

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Wann der Startschuss fällt und an welchem Tag die Show ausgestrahlt wird, ist noch nicht bekannt. Die Mitteilung spricht von "wöchentlichen Live-Matches", die TNT "später in diesem Jahr" zeigen werde.

Der Medienriese will AEW zu einem "globalen Wrestling-Franchise" machen und bietet ihr auch eine Streaming-Heimat. Die in Deutschland Stand jetzt nicht dauerhaft verfügbare Plattform B/R Live des Onlineportals Bleacher Report wird in den USA auch die AEW-Debütshow Double or Nothing am 25. Mai ausstrahlen.

AEW verspricht "weniger geskriptetes, soapiges Drama"

AEW-Präsident ist Tony Khan, Sohn des Milliardärs Shahid Khan, Manager bei den Jacksonville Jaguars (NFL) und dem englischen Premier-League-Fußballklub FC Fulham - und nachweislich leidenschaftlicher Wrestling-Fan. Seine geschäftsführenden Vizepräsidenten sind die Wrestler Cody Rhodes, Kenny Omega sowie die Young Bucks (Nick und Matt Jackson). Mit an Bord sind auch WWE-Legende Chris Jericho und Codys Ehefrau Brandi Rhodes als Chief Brand Officer.

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Khan verknüpft die große Nachricht gleich mit einigen Sticheleien gegen WWE, die auch Hinweise darauf geben, was AEW anders machen will.

"Wrestling-Fans wollen und brauchen seit viel zu langer Zeit etwas Anderes, etwas Authentisches und etwas Besseres", schreibt Khan. Seine Liga sei "angetrieben von Wrestling-Fans, die unterversorgt und vielleicht sogar enttäuscht davon sind, was die Industrie in den vergangenen Jahren produziert hat." AEW wolle "das Wrestling, so wie wir es kennen, im globalen Maßstab neu definieren".

Konkret verspricht die AEW-Mitteilung "weniger geskriptetes, soapiges Drama und mehr Athletik und echte Sportanalyse". Wrestler würden "mehr Freiheit bekommen, an ihrem Charakter zu arbeiten" (WWE wird oft eine Überinszenierung vorgeworfen). Auch werde es bei AEW Sieg-Niederlagen-Statistiken geben, die der Show einen sportlicheren Anstrich geben sollen.