Sting bei der vergangenen WWE WrestleMania 31 im März 2015
Sting bei Wrestlemania 31 im März 2015 © Imago
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München - WCW-Legende Sting stand erst mit Mitte 50 erstmals im WWE-Ring. Wenig später endete seine Karriere gegen Seth Rollins mit einer schweren Verletzung.

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Wrestling-Legende Sting stand bis ins hohe Alter im Ring, das rächte sich beinahe bitter.

Der langjährige Star der Konkurrenzliga WCW - der in der aktuellen RAW-Ausgabe einen Cameo-Auftritt als Gast der von Batista gesprengten Geburtstagsparty von Ric Flair hatte - musste seine Karriere 2016 wegen einer schweren Verletzung beenden. Eine Verletzung, die auch noch schlimmere Folgen hätte haben können.

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Bei seinem Match gegen Seth Rollins bei der WWE-Show Night of Champions im Herbst 2015 kassierte Sting - der mit bürgerlichem Namen Steve Borden heißt - eine Standardaktion von Rollins, eine Variation der Powerbomb, bei der Gegner mit dem Rücken in der Ringecke landet.

Es lief nicht wie geplant: Das Match musste vorzeitig beendet werden, der damals 56 Jahre alte Altstar ins Krankenhaus.

Sting: "Konnte meine Beine nicht fühlen"

"Ich hatte ein Kribbeln und Taubheit in beiden Armen bis zu meinen Fingerspitzen", berichtete Sting später auf der offiziellen WWE-Homepage: "Später im Match habe ich mich einfach komisch gefühlt, es ging weiter runter in meine beiden Arme und meine Beine, ich konnte meine Beine nicht richtig fühlen. Ich musste für einen Moment auf alle vier runter. Ich habe mir Sorgen gemacht."

Sting musste nach dem Match, das er gegen Rollins verloren hatte, im Krankenhaus behandelt werden. "Sie haben mir eine Halskrause angelegt und mich mit Medikamenten vollgepumpt, damit die Schmerzen aufhören", sagte der 56-Jährige.

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Über das genaue Ausmaß der Verletzungen war der einstige WCW-Star lange selbst nicht im Bilde: "Sie sagten etwas von zervikaler Spinaltenose, aber das ist nur ein Teil dessen, was ich gehört habe. Der Arzt sagte meiner Frau: 'Er muss das behandeln lassen. Er hat Glück, dass er da heil herausgelaufen ist.'"

Später bestätigte Sting die Diagnose und betonte mehrfach, dass er noch Glück im Unglück hatte, dass keine Lähmung oder Schlimmeres eintrat.

Karriere-Ende bei Hall-of-Fame-Einzug

Der sechsmalige WCW-Champion - der einst große Fehden gegen Ric Flair, Hulk Hogan und viele andere bestritten hatte - hatte erst wenige Monate zuvor sein erstes Match überhaupt bei WWE absolviert, ein weiteres kam nicht hinzu: Wenige Monate nach dem Unfall wurde er in die WWE Hall of Fame aufgenommen und verkündete bei der Ansprache sein Karriere-Ende.

Später allerdings kam Sting doch nochmal ins Grübeln, teilte im August 2016 mit, dass er eine Operation seiner Verletzung abgelehnt hätte und noch auf ein letztes Match hoffen würde, ein Traumduell gegen den ebenso legendären Undertaker. Ob das ernst gemeint war oder ein Marketing-Gag, ist ungewiss: Es gilt jedoch so oder so als sicher, dass WWE das nicht zulassen wird.

Gegner Rollins macht Sting übrigens keinen Vorwurf: Dem damaligen WWE-Champion, der mit ihm ins Krankenhaus fuhr, hat Sting nach eigenen Angaben mitgeteilt: "Mach dir keine Sorgen, es ist nicht dein Fehler." Rollins sei der beste Wrestlerkollege, "mit dem ich je gearbeitet habe".