Dean Ambrose (l.) will Seth Rollins bei WWE plötzlich wieder helfen
Dean Ambrose (l.) will Seth Rollins bei WWE plötzlich wieder helfen © WWE
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München - Dean Ambrose will WWE nach WrestleMania 35 verlassen, vorher ändert WWE noch einmal seinen Charakter und wirft eine Story über Bord. Das steckt dahinter.

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Dean Ambrose wird WWE nach WrestleMania 35 verlassen, seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern.

Die Liga selbst hat das im Januar bestätigt und es gibt keine Hinweise darauf, dass der frühere Champion seine Meinung geändert hätte - ein Wechsel zum neuen Konkurrenten AEW ist im Gespräch.

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Vor diesem Hintergrund ist überraschend, dass Ambrose die Drehbuchautoren von WWE weiterhin beschäftigt und sie ihm noch einmal einen Charakterwandel auf den Leib geschrieben haben.

Vergangene Woche wurde er eingeleitet, als Ambrose seinem alten Shield-Partner Seth Rollins Glück für sein WrestleMania-Match gegen Universal Champion Brock Lesnar wünschte, nachdem er sich im vergangenen Herbst erst gegen ihn gewandt und sich monatelang mit ihm bekriegt hatte. In der aktuellen Ausgabe von RAW wurde der Turn vom bösen "Heel" zum guten "Babyface" bekräftigt, als er sich Bösewicht Drew McIntyre in den Weg stellte und die Ehre von Rollins verteidigte (der momentan noch wegen Rückenproblemen pausiert).

Was steckt dahinter?

Match mit Nia Jax offenbar hinfällig

Eigentlich schien Ambroses Abschiedstour auf ein geschlechterübergreifendes Match gegen Nia Jax hinauszulaufen, entsprechende Andeutungen gab es beim RAW nach dem Rumble, als er mit der Cousine von Dwayne "The Rock" Johnson aneinandergeriet. Ein Duell im Ring und eine branchenübliche Niederlage zum Abschied erschien als logischer nächster Schritt.

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Der Plan scheint hinfällig zu sein: Ein für einen Live-Event an diesem Freitag angekündigtes Match in Jonesboro, Arkansas wurde abgesagt, wie WWE dem Portal Post Wrestling bestätigte. Es gibt Gerüchte, dass ein Sponsor WWE zurückgepfiffen hätte, ein Mann-Frau-Kampf wäre schlecht fürs Image.

Auch wenn das stimmen sollte, gibt es in jedem Fall einen anderen Faktor, der WWE bewog, ihre Pläne zu ändern: Wie der Wrestling Observer berichtet, hat WWE festgestellt, dass Ambrose beim Publikum nach der Ankündigung seines Abschieds viel mehr Jubel als Buhrufe bei den Fans auslöste. Dementsprechend sieht WWE mehr Sinn darin, ihn nun auch offiziell wieder als den Guten darzustellen.

WWE hatte großen Plan mit Dean Ambrose

Ambrose dürfte in den kommenden Wochen also noch eingesetzt werden, um die Bösewichte von WWE gut aussehen zu lassen - so wie bei seiner schnellen Niederlage gegen McIntyre am Montag. Auch in Rollins' WrestleMania-Story mit Lesnar dürfte er weiter involviert werden.

Leise Hoffnungen, ihn doch noch zum Abschluss eines neuen Vertrags überreden zu können - wenn nicht jetzt, dann später -, wird WWE sich dabei auch weiterhin machen.

Dem Observer zufolge war Ambrose übrigens ursprünglich für einen potenziellen WrestleMania-Hauptkampf vorgesehen: Er hätte eigentlich gegen den an Leukämie erkrankten Roman Reigns antreten sollen.