Dean Ambrose verlässt WWE nach WrestleMania 35
Dean Ambrose verlässt WWE nach WrestleMania 35 © WWE 2019 All Rights Reserved
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München - Offiziell bestätigt: Shield-Gründungsmitglied Dean Ambrose wird WWE nach WrestleMania 35 verlassen - in Richtung AEW? Auch Hideo Itami zieht weiter.

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Es ist offiziell: Rund vier Wochen, nachdem die Gründung des neuen Rivalen AEW die Wrestling-Landschaft neu geordnet hat, spürt WWE kurz nach dem Royal Rumble 2019 die nächste Erschütterung.

Der Topstar und frühere WWE-Champion Dean Ambrose lässt seinen Vertrag im April auslaufen und wird die Liga verlassen. Einen entsprechenden Bericht des Pro Wrestling Torch hat WWE auf ihrer Homepage bestätigt, wünscht ihm Glück und hofft, dass er "eines Tages zurückkehrt".

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Der angebliche Grund für Ambroses Abgang: Er soll unzufrieden über die Ausrichtung seines Charakters sein, auch die Aussicht auf eine Gehaltserhöhung habe ihn laut Torch nicht umstimmen können. Ob es ihn zu AEW zieht, ist ungewiss, liegt aber nahe: Ambrose passt perfekt in deren Konzept.

Eine weitere Personalie, die am Dienstag durchsickerte: Auch Hideo Itami (in Japan einst ein Topstar als KENTA) verlässt WWE nach übereinstimmenden Medienberichten, er habe um seine Entlassung gebeten und sie gewährt bekommen. Itami war in der Cruiserweight-Show 205 Live aktiv, seine Beteiligung am Cruiserweight-Vierkampf beim Rumble und eine abschließende Niederlage gegen Akira Tozawa am Dienstag waren seine Abschiedsvorstellungen.

Verlust würde WWE hart treffen

Sollte Ambrose sich der Liga von Cody Rhodes und den Young Bucks anschließen, wäre das der wohl bislang schmerzhafteste Schlag für WWE im noch jungen Konkurrenzkampf mit dem neuen Mitbewerber.

Anders als der 48 Jahre alte Chris Jericho ist Ambrose mit 33 im besten Wrestler-Alter, anders als Kenny Omega wäre er nicht nur ein Gewinn für AEW, sondern ist auch ein unmittelbarer Verlust für WWE.

Und die für die Liga von Vince McMahon vielleicht bitterste Pille: Ambrose war Gründungsmitglied der erfolgreichen Gruppierung The Shield mit Roman Reigns und Seth Rollins. Ohne Ambrose gibt es keine Möglichkeit zur Reunion des Original-Shield mehr, eine sprudelnde Merchandise-Quelle versiegt.

Dean Ambrose immer schwächer dargestellt

Ambroses Abgang erklärt auch die ihn betreffenden Geschehnisse um den Rumble: Ambroses Push zum Top-Bösewicht wurde abgebrochen, er verlor seinen Intercontinental Title an Bobby Lashley und seine Fehde gegen Seth Rollins.

Beim Rumble wurde er von Aleister Black eliminiert, einem Mitglied der Talententwicklungsliga NXT. Bei RAW deutete sich ein WrestleMania-Match gegen Wrestlerin Nia Jax an, das Ambrose mit Sicherheit verlieren wird.

Zu besichtigen ist eine von WWE (und im Wrestling allgemein) schon oft angewandte Taktik: Wenn die Liga Gewissheit hat, einen Star nicht halten zu können, tut sie alles, um ihn schlecht aussehen zu lassen und seinen Marktwert zu schwächen.

Kongenialer Partner von Roman Reigns und Seth Rollins

Der in Cincinnati geborene Ambrose (bürgerlich: Jonathan David Good) unterschrieb 2011 bei WWE, vorher war er in der Independent-Szene als Jon Moxley bekannt.

Im WWE-Hauptkader kam er 2012 mit The Shield groß raus, 2016 gewann er das Money-in-the-Bank-Leitermatch und wurde danach auch zum ersten und einzigen Mal WWE-Champion. Im Jahr 2018 warfen ihn eine Armverletzung und eine lebensgefährliche Infektion zurück, im Sommer kam er zurück und bekam einen neuen Charakter als Bösewicht: Er wandte sich am Tag, an dem sein Shield-Partner Roman Reigns seine Leukämie-Erkrankung bekannt gab, gegen Rollins und attackierte ihn.

Dass Ambrose (verheiratet mit WWE-Kommentatorin Renee Young) latent unzufrieden sein soll, ist in der Szene ein offenes Geheimnis. Der Torch zitiert eine Quelle mit den Worten, dass Ambrose "hokey shit" ("künstlichen Scheiß") nicht möge und dass das in der von Drehbuchautoren durchchoreographierten WWE-Welt immer ein Problem sei.

Auch andere Medien berichten, dass es Ambrose immer ein Dorn im Auge war, fremdgesteuert zu werden und dass seine Redesegmente für ihn geskriptet worden seien.

AEW - eine glückliche Fügung?

Die neue Karriere-Option AEW wirkt da aus Ambroses Sicht wie eine glückliche Fügung: Sein früherer WWE-Kollege Rhodes hat nach seinem Abgang 2016 ähnliche Kritik formuliert.

In seiner neuen Rolle als ausführender Vizepräsident von AEW hat Rhodes schon angekündigt, dass er den Einfluss externer Drehbuchautoren in seiner Liga auf ein Minimum reduzieren und es den Wrestlern selbst überlassen will, ihre Auftritte zu gestalten.

Und auch wenn Geld nicht Ambroses Antrieb sein soll: Dass AEW im Fall Chris Jericho gezeigt hat, dass es für Topstars Millionengehälter zu zahlen bereit ist, wird ihm auch entgegenkommen.

Das Gesicht von WWE könnte sich nach WrestleMania nun recht stark verändern: Ronda Rousey will sich im Anschluss an die Mega-Show angeblich ins Privatleben zurückziehen - und auch der Vertrag von AJ Styles läuft aus.

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