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München - WWE-Star Roman Reigns hatte mit seiner Leukämie-Erkrankung Glück im Unglück, kam um eine Chemotherapie herum. Lebensgefährlich ist sie trotzdem.

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Die WWE-Karriere von Roman Reigns gab Ende Oktober bekannt, dass er an Krebs leidet. Nur vier Monate später feierte der Wrestling-Topstar sein Comeback.

Eine medizinische Sensation? Nicht im Lichte der Details, die er inzwischen über seine Leukämie-Erkrankung enthüllt hat.

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In einer Dokumentation des hauseigenen Streaming-Portals WWE Network bestätigte er nach Monaten des Schweigens hierzu, unter welcher Form der Krankheit er leidet, erklärte, wie sie diagnostiziert und bekämpft wurde.

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Roman Reigns hat CML, chronische Leukämie

Reigns hat chronische myeloische Leukämie (CML), eine nicht im eigentlichen Sinne heilbare, aber weniger aggressive Variante von Blutkrebs, die ihn bereits mit Anfang 20 erwischt hatte. Sie werde medikamentös behandelt.

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Die Bestätigung gibt eine endgültige Antwort auf oft gestellte Fragen der Fans, wegen derer sich zuvor schon eine englische Krebshilfe-Organisation um Aufklärung bemüht hatte: CML erfordert keine Chemotherapie, weshalb Reigns weder seine Haare verlor noch seinen athletischen Körperbau.

Der NHL-Spieler Brian Boyle, bei dem 2017 CML diagnostiziert wurde, verpasste deswegen nur zehn Spiele, Jason Blake musste zehn Jahre vorher überhaupt keine Pause einlegen.

Nichtsdestotrotz ist Reigns' Erkrankung lebensgefährlich: Statistiken zufolge sterben 10 Prozent der CML-Patienten innerhalb der ersten fünf bis acht Jahre nach der Diagnose. Das Risiko eines weiteren Rückfalls hat der dreifache Familienvater bis an sein Lebensende.

Bluttest von WWE brachte Gewissheit

Reigns berichtete, dass die Erkrankung durch Bluttests der WWE-Ärzte festgestellt wurde, die einen verdächtig erhöhten Wert seiner weißen Blutkörperchen zeigten. Es war die Erklärung für die körperlichen Symptome, die Reigns bemerkt hatte, er berichtete von verstärkten Müdigkeitsgefühlen.

In einem Journalistengespräch am 7. März erklärte Reigns außerdem, dass aufgrund der Erkrankung seine Milz vergrößert war, was einen schwerwiegenden Ringunfall zur Folge hätte haben können: "Ein missglückter Schlag in meine Bauchgegend, eine falsche Landung darauf - man weiß nicht, was hätte passieren können. Ich danke Gott, dass er auf mich aufgepasst hat."

In der WWE-Doku berichtete Reigns außerdem, dass er als Nebenwirkung seiner Behandlung mit Arthritis zu rechnen hat.

Filmprojekt mit The Rock

Der 33-jährige hatte Ende Oktober bei der WWE-Show Monday Night RAW bekannt gegeben, dass er zum zweiten Mal in seinem Leben an Blutkrebs erkrankt sei. Er legte seinen Universal Title nieder und seine Karriere auf Eis.

Reigns hatte sich nach seiner Diagnose zunächst weitgehend ins Private zurückgezogen, schon bald aber hatten sich die Nachrichten gemehrt, die nahelegten, dass es ihm den Umständen entsprechend gut geht mit seiner Leukämie-Erkrankung.

"Roman geht es hervorragend", berichtete sein Freund und WWE-Kollege Seth Rollins schon Ende Dezember bei einem Interview mit einem Lokalsender der Fox-Gruppe: "Er hat die Feiertage mit seiner Familie verbracht und es geht ihm wirklich gut. Er will zurückkehren, hoffentlich früher als später. Er konzentiert sich darauf, wieder gesund zu werden."

Im neuen Jahr offenbarte sich dann, dass Reigns Projekte außerhalb des Rings vorantreibt: Er spielt in einem Hollywood-Film mit Dwayne "The Rock" Johnson und eine Gastrolle in der Kinderserie "Cousins for Life" bei Nickelodeon.

Anfang Dezember hatte Reigns auch schon wieder einen Termin für seinen Arbeitgeber absolviert: Reigns war bei "Tribute to the Troops", einer alljährlichen WWE-Veranstaltung, mit der die Showkampf-Liga die US-Soldaten würdigt.

Shield-Reunion bei Fastlane

In Reigns Abwesenheit gewann sein Vorgänger Brock Lesnar wieder den Universal Title, bei WrestleMania 35 trifft er auf Rollins. Diese Ansetzung hat sich auch durch Reigns' Rückkehr nicht geändert.

Sein Comeback-Match bestreitet Reigns am Sonntag, den 10. März, bei der Großveranstaltung Fastlane. Zusammen mit Rollins und dem vor dem WWE-Abgang stehenden Dean Ambrose formiert er zum womöglich letzten Mal die Gruppierung The Shield und trifft auf Baron Corbin, Drew McIntyre und Bobby Lashley.