Ein früher Dwayne "The Rock" Johnson bei WWE 1996
Ein früher Dwayne "The Rock" Johnson bei WWE 1996 © WWE
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München - Dwayne "The Rock" Johnson entwickelte sich vom WWE- zum Hollywood-Superstar. Seine Erstkarriere im Wrestling begann dabei mit einer herben Erfahrung.

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Er ist einer der am besten bezahlten Hollywood-Schauspieler, verdient über 100 Millionen Dollar jährlich, hat über 100 Millionen Fans und Follower bei Instagram und Co.

Dwayne "The Rock" Johnson war der "Sexiest Man Alive", er ist ein Weltstar - was er wohl nicht geworden wäre ohne seine erste Karriere: als Showkämpfer bei WWE.

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Die Wrestling-Liga ebnete Johnson in den neunziger Jahren den Weg zu einem noch nie da gewesenen Superstar-Ruhm. Dabei verlief dessen Laufbahn dort zunächst alles andere als glatt.

WWE-Star in dritter Generation

Die damalige WWF hatte den am 2. Mai 1972 in Hayward, Kalifornien geborenen Johnson im Jahr 1996 verpflichtet, die ehemalige College-Football-Hoffnung war ein Neuling im Showkampf-Geschäft, aber ein großes Versprechen.

Als Enkel des amerikanisch-samoanischen Wrestling-Stars Peter Maivia und Sohn des Anfang 2020 verstorbenen, früheren Tag-Team-Champions Rocky Johnson war er der erste WWE-Wrestler der dritten Generation. Der 1,96 Meter große Modellathlet wurde von Beginn an als potenzieller Superstar der Zukunft präsentiert.

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Zunächst stieß der als Publikumsliebling inszenierte Rocky Maivia - wie er sich damals in Anlehnung an seine Ahnen nannte - bei vielen Fans auf Ablehnung. Sein Charakter kam als zu glatt und unausgereift herüber, erzeugte Abwehrreaktionen - eine ähnliche Erfahrung, wie sie auch John Cena und Roman Reigns nach ihm machten. Einige besonders bösartige Zuschauer dachten sich für Maivia gar den Schmähruf "Die, Rocky, die!" ("Stirb, Rocky, stirb!") aus.

Der Erfolg stellte sich ein, als Johnson den Fan-Hass kanalisierte und als Teil der von Ringlegende Faarooq (Ron Simmons) angeführten Gruppierung "Nation of Domination" zum selbstverliebten Bösewicht wurde: "The Rock" war geboren.

The Rock wurde zum Wrestling-Phänomen

Johnson nahm schon damals neben Wrestling- auch Schauspiel-Unterricht, um seinen Showcharakter zu voller Blüte zu bringen. Seine Promo-Ansprachen - kongenial erdacht vom langjährigen WWE-Autor Brian Gewirtz - sprühten vor Witz und Kreativität, auch sein Gesten- und Mienenspiel war brillant, mit einer einzigen Bewegung seiner Augenbraue ("The People's Eyebrow") vermochte er mehr auszudrücken als andere mit ihrem ganzen Körper.

Bei der Großveranstaltung Survivor Series 1998 schlug dann seine große Stunde: Der damals vakante WWF World Title wurde in einem Turnier neu ausgefochten. Die WWF-Bosse ließen The Rock bis ins Finale vordringen, wo er auf "Mankind" Mick Foley traf - ein Match, das am Ende eine überraschende Wendung nahm.

WWF-Chef Vince McMahon ließ den Kampf abläuten, als The Rock Mankind gerade im Aufgabegriff Sharpshooter hatte, eine Anspielung auf den berühmten "Montreal Screwjob", mit dem McMahon im Jahr zuvor die reale Matchabsprache mit seinem scheidenden Champion Bret "The Hitman" Hart brach.

The Rock tat erst verdutzt, dann zeigte sich, dass der scheinbar wieder als Guter ins Turnier gegangene "People's Champion" mit McMahon und dessen Sohn Shane unter einer Decke steckte. Als böser "Corporate Champion" von Gnaden der McMahons wurde er zum Anführer der Schurkengruppierung "The Corporation".

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Legendäre Duelle mit Stone Cold und Hulk Hogan

Die Dauerfehde zwischen The Rock und Publikumsliebling "Stone Cold" Steve Austin sollte die kommenden WWE-Jahre prägen, die von den beiden angeführte "Attitude Era" war eine goldene Zeit für Wrestling-Fans. The Rock war recht bald auch wieder Publikumsliebling, die Fans liebten ihn mittlerweile viel zu sehr, um ihn noch zu hassen.

Auch Rockys Zusammenspiel mit dem unterlegenen Finalgegner Mankind blieb auf Dauer im Gedächtnis: Die beiden führten erst eine brutale Rivalität, dann verbündeten sie sich zur "Rock and Sock Connection", einem der unterhaltsamsten Teams der Liga-Geschichte.

In Erinnerung bleiben zudem vor allem auch Rockys Rivalität mit Erzbösewicht Triple H und das große Duell der Generationen bei WrestleMania X-8 im Jahr 2002, als The Rock auf die kurz zuvor zurückgekehrte Legende Hulk Hogan traf und ihn besiegen durfte. The Rock hielt insgesamt achtmal den WWE Championship Title, den wichtigsten Titel bei WWE.

Hollywood rief - Dwayne Johnson folgte

Nach einiger Zeit wurde die Filmbranche auf die Qualitäten des "Most Electrifying Man in Sports Entertainment" aufmerksam, er bekam eine Nebenrolle im Film "Die Mumie" und den Hauptpart in dem Ableger "The Scorpion King".

Der Erfolg war so überwältigend, dass Johnson seine Karriere bei WWE 2004 auf Eis legte und sich nur noch der Schauspielerei widmete, erst 2011 kam er für zwei große WrestleMania-Matches gegen John Cena zurück, der ihn als Topstar von WWE beerbte - und ihm mittlerweile nach Hollywood gefolgt ist.

Johnson hat dort mittlerweile unzählige Kassenschlager gelandet, übernahm unter anderem tragende Rollen in den Film-Franchises "The Fast and the Furious" und "Jumanji". Inzwischen verfolgt er auch zahlreiche weitere Projekte, etwa als Produzent mit der eigenen Firma "Seven Buck Productions" und seit 2020 als neuer Besitzer der von WWE-Boss Vince McMahon gekauften Football-Liga XFL.

Dwayne "The Rock" Johnson und Lauren Hashian sind seit 2019 Mann und Frau
Dwayne "The Rock" Johnson und Lauren Hashian sind seit 2019 Mann und Frau © Getty Images

Wie Cena kehrt auch der dreifache Familienvater immer wieder für einzelne Gastauftritte zu WWE zurück. Und mittlerweile arbeitet auch die nächste Generation an einer Ringkarriere: Simone Johnson, ältestes der drei Kinder Johnsons (seit 2019 in zweiter Ehe mit Sängerin Lauren Hashian verheiratet), nahm im Februar 2020 das Training bei WWE auf.